Münster streitet um Rodung: 2,5 Hektar Mischwald für Firmenausbau bedroht
Ella BeckerMünster streitet um Rodung: 2,5 Hektar Mischwald für Firmenausbau bedroht
Bauunternehmen in Münster will 2,5 Hektar Mischwald für Betriebsweiterung roden – Grüne protestieren
Ein Bauunternehmen in Münster drängt auf die Rodung von 2,5 Hektar Mischwald, um sein Gelände zu erweitern. Der Plan stößt auf scharfen Widerstand der örtlichen Grünen, die betonen, der Wald spiele eine zentrale Rolle für den Klimaschutz und die Naherholung. Die Partei fordert die Kommunalpolitiker nun auf, das Gelände vor einer möglichen Genehmigung persönlich in Augenschein zu nehmen.
Durch die geplante Erweiterung würde ein langjähriger Mischwald mit altem Laubbaumbestand und mehreren Douglasien unwiederbringlich zerstört. Ulrich Kliem, ein ehemaliger Förster, unterstrich die Bedeutung des Waldes als Erholungsraum und Lebensraum für Tiere. Der Verlust solcher alten Bäume wäre seiner Meinung nach ein schwerer Rückschlag für die Umwelt.
Die Grünen verurteilen das Vorhaben als „ökologische Sünde“ angesichts der Klimakrise. Beate Spieker bezeichnete die Abholzung als nicht zu rechtfertigen, während Anke Heidelberg darauf hinwies, dass sich ein solcher Wald kaum vollständig wiederherstellen lasse. Sie verwies auf die Jahrzehnte, die für die Aufforstung nötig wären, sowie auf den unwiederbringlichen Verlust von Bodenmikroorganismen.
Martina Preloger warnte zudem vor einer Verschärfung der Feinstaubbelastung in der Region, die der Wald derzeit mindert. Die Grünen wollen zudem eine OpenPetition starten, um die öffentliche Opposition gegen die Rodung zu bündeln.
Die Partei appelliert an den Stadtrat, die Erweiterung neu zu bewerten, und warnt vor langfristigen Umweltschäden. Der Nutzen des Waldes für die Luftreinigung und als Grünfläche wiege wirtschaftliche Kurzzeitgewinne bei Weitem auf. In Kürze soll eine Petition online gehen, um weiteren Widerstand zu mobilisieren.






