Neue Verkehrsbehörde übernimmt Schülerverkehr im Kreis Herford mit modernem Hybridbus
Leon FischerNeue Verkehrsbehörde übernimmt Schülerverkehr im Kreis Herford mit modernem Hybridbus
Neue Verkehrsbehörde übernimmt Busverkehr im Kreis Herford
Ab dem kommenden Schuljahr steuert die Verkehrsgesellschaft Kreis Herford (VKH) die Linie 463, die Schülerinnen und Schüler zur Städtischen Realschule und zum Widukind-Gymnasium in Enger bringt. Damit setzt die Behörde den ersten Schritt in ihrem Plan um, den eigenen Fuhrpark und die Betriebsabläufe in der Region auszubauen.
Die VKH wurde Anfang 2024 vom Kreis Herford gegründet, um den ÖPNV im Landkreis – mit Ausnahme der Städte Herford und Bünde – zu organisieren. Künftig betreut sie die Linie 463 mit vier Bussen auf fünf Teilstrecken, die unter anderem Enger-Siele, Enger-Herringhausen und Enger-Oldinghausen bedienen. Drei dieser Strecken bleiben vorerst in der Hand von Subunternehmern, während die VKH zwei Strecken direkt übernimmt.
Für den neuen Service kommt ein fast fabrikneuer, hybrider Gelenkbus von Mercedes-Benz zum Einsatz, der für einen mittleren sechsstelligen Betrag angeschafft wurde. Das Fahrzeug bietet Platz für bis zu 148 Fahrgäste und stellt eine moderne und effiziente Lösung für den Schülerverkehr dar. Bis 2026 plant die VKH die Anschaffung von über 30 neuen Bussen, wobei die ersten Einheiten ab August desselben Jahres schrittweise in Betrieb gehen – sobald bestehende Betriebslizenzen auslaufen.
Neben klassischen Linienbussen setzt die Behörde auf Innovation: Geplant sind emissionsfreie Fahrzeuge und der Ausbau bedarfsgerechter Mobilitätsangebote. Aktuell arbeitet das VKH-Personal noch im Kreisverwaltungsgebäude, doch langfristig soll ein eigener Standort bezogen werden. Gleichzeitig baut die Organisation ein eigenes Team aus Fahrerinnen und Fahrern sowie Verwaltungsmitarbeitenden auf, um das Wachstum zu stemmen.
Die Übernahme der Linie 463 markiert einen Wandel hin zu mehr Eigenverantwortung im Nahverkehr des Kreises Herford. Die langfristigen Ziele der VKH umfassen eine größere Flotte, umweltfreundliche Fahrzeuge und flexiblere Dienstleistungen. Schülerinnen, Schüler und Anwohner werden die Veränderungen in den nächsten zwei Jahren schrittweise erleben.






