Land verringert Plätze in Flüchtlingsunterkünften - NRW baut Asylkapazitäten ab – Rückgang der Anträge um ein Drittel
Nordrhein-Westfalen reduziert die Kapazitäten seiner landeseigenen Erstaufnahmeeinrichtungen für Asylsuchende. Die Zahl der verfügbaren Plätze sinkt von 41.000 auf 35.000. Dies folgt auf einen deutlichen Rückgang der Asylanträge in ganz Deutschland und insbesondere in der Region selbst.
Der Bundessland hatte seine Kapazitäten bis Anfang 2022 von ursprünglich nur 15.000 auf 41.000 Plätze ausgebaut. Angesichts der nun geringeren Zuwanderungszahlen haben die Behörden jedoch beschlossen, die Kapazitäten wieder zu verringern. Von den verbleibenden 35.000 Plätzen sollen 28.000 aktiv genutzt werden, während 7.000 als Reserve vorgehalten werden.
In Nordrhein-Westfalen gingen die Asylanträge 2024 im Vergleich zum Vorjahr um etwa ein Drittel zurück. Nur 45.000 Erstanträge wurden in diesem Jahr registriert. Bundesweit verzeichneten die Behörden ebenfalls einen Rückgang – von knapp 330.000 im Jahr 2023 auf unter 230.000 in diesem Jahr.
Aktuell sind die zentralen Unterkünfte des Landes zu etwa 44 Prozent ausgelastet, während die Erstaufnahmeeinrichtungen nur eine Auslastung von 19 Prozent aufweisen. In den kommenden Wochen wird das Ministerium mit den kommunalen Behörden beraten, welche der 53 Einrichtungen verkleinert oder geschlossen werden sollen.
Trotz der Kürzungen betont das Land, dass die Kommunen dadurch keine zusätzliche Belastung erfahren werden. Durch beschleunigte Verteilungsverfahren solle eine Überbelegung vermieden werden, und Asylsuchende bleiben weiterhin verpflichtet, in den landeseigenen Unterkünften zu wohnen.
Mit der Reduzierung verringert sich die Gesamtkapazität auf 35.000 Plätze, wobei der Großteil weiterhin genutzt wird. Noch ist nicht bekannt, wie viele Einrichtungen geschlossen oder verringert werden. Die Änderungen erfolgen vor dem Hintergrund weiter sinkender Asylzahlen auf Landes- und Bundesebene.






