09 May 2026, 12:04

NRW-Polizei stellt komplett auf digitale Strafanzeigen um – was das bedeutet

Ein schildförmiges Polizeiadler von Berlin mit einem blauen Hintergrund, einem weißen Rand und einem zentralen weißen Stern, der den schwarzen Text "Polizei Berlin" in fetter Schrift enthält.

NRW-Polizei stellt komplett auf digitale Strafanzeigen um – was das bedeutet

Nordrhein-Westfalens Polizei macht großen Schritt in Richtung vollständige Digitalisierung

Seit dem 24. März 2023 werden in Nordrhein-Westfalen sämtliche Strafanzeigen digital erfasst. Damit setzt das Bundesland einen wichtigen Meilenstein im Rahmen der bundesweiten Bestrebungen, juristische Abläufe bis 2026 zu modernisieren.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Den Anfang machte die Polizei bereits 2022 mit der Einführung der Internetwache, einer Online-Plattform zur Erstattung von Anzeigen. Bürgerinnen und Bürger können seitdem bequem von zu Hause aus Vorfälle melden, ohne persönlich eine Wache aufsuchen zu müssen. Das System ermöglicht es zudem, wichtige Unterlagen digital zu empfangen und zurückzusenden.

Hintergrund der Umstellung ist die aktualisierte Strafprozessordnung (StPO), die ab dem 1. Januar 2026 elektronische Akten vorschreibt. Durch die Digitalisierung entfällt der physische Austausch von Akten zwischen Polizei und Staatsanwaltschaft – das spart Zeit und Ressourcen. Gleichzeitig sollen Ermittlungen beschleunigt und der Verwaltungsaufwand verringert werden.

Nordrhein-Westfalen geht nun einen Schritt weiter: Seit Kurzem werden alle neuen Strafanzeigen ausschließlich elektronisch bearbeitet. Die Maßnahme knüpft an frühere Initiativen an, die darauf abzielen, die Anzeigenerstattung für die Bevölkerung zugänglicher und effizienter zu gestalten.

Die vollständige Digitalisierung der Akten führt dazu, dass der papierbasierte Austausch zwischen Polizei und Staatsanwaltschaft entfällt. Dies soll nicht nur Ressourcen schonen, sondern auch die gesetzliche Frist für 2026 einhalten. Bürger profitieren zudem von schnellerem Zugang zu Dokumenten und einem vereinfachten Meldeverfahren.

Quelle