20 June 2026, 10:02

NRW stoppt überraschend Wohneigentumsförderung – 10.000 Euro Zuschuss gestrichen

FDP: Landesregierung muss 'Kampagne gegen Wohneigentum' beenden

NRW stoppt überraschend Wohneigentumsförderung – 10.000 Euro Zuschuss gestrichen

Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen hat überraschend ein beliebtes Förderprogramm für Wohneigentum beendet. Das unter dem Namen „NRW-Wohneigentumsförderung“ bekannte Programm gewährte Zuschüsse von bis zu 10.000 Euro für Käufer, die ein Haus oder eine Eigentumswohnung zum Selbstnutzen erwarben. Die Entscheidung fiel ohne Vorwarnung während der Sommerpause.

Seit dem Start des Programms im Jahr 2022 wurden allein in Solingen 419 Haushalte unterstützt. Diese Familien erhielten insgesamt 2.889.156 Euro an Fördergeldern, im Durchschnitt etwa 6.895 Euro pro Haushalt. Ziel der Initiative war es, Bürgern in einem schwierigen Markt den Erwerb von Wohneigentum zu ermöglichen.

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Jürgen Albermann, Fraktionsvorsitzender der Freien Demokratischen Partei (FDP), kritisierte den Schritt als „gebrochenes Versprechen“. Er verwies darauf, dass acht von zehn Menschen in Deutschland lieber im Eigenheim als zur Miete wohnen würden. Gleichzeitig argumentiert er, dass steigende Steuern und Abgaben den Traum vom Eigenheim für viele Familien zunehmend unerreichbar machten.

Albermann verurteilte zudem die Politik der Landesregierung bei der Grunderwerbsteuer und anderen finanziellen Belastungen. Diese Maßnahmen würden den Kauf, Bau und das Wohnen im Eigenheim seiner Meinung nach unnötig erschweren und verteuern. Er forderte die Regierung auf, ihre Entscheidung zurückzunehmen und das zu beenden, was er als „Angriff auf das Wohneigentum“ bezeichnet.

Die plötzliche Streichung des Programms stößt auf scharfe Kritik. Gegner argumentieren, dass damit eine wichtige Unterstützung für Familien wegfalle, die sich den Erwerb einer eigenen Immobilie kaum leisten könnten. Die Landesregierung gerät nun unter Druck, ihre Haltung in der Wohnungspolitik zu überdenken.

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