04 April 2026, 14:07

Obdachloser löst lebensgefährlichen Bahn-Zwischenfall in Witten aus

Warnschild an einer Bahnschiene umgeben von einem Metallzaun, Bäumen, Strommasten, einem Gebäude mit Fenstern, Containern, einem Straßenmast, Fahrzeugen auf der Straße und einem bewölkten Himmel.

Obdachloser löst lebensgefährlichen Bahn-Zwischenfall in Witten aus

Obdachloser löst gefährlichen Zwischenfall am Wittener Hauptbahnhof aus

Am 7. Oktober verursachte ein Obdachloser am Hauptbahnhof von Witten einen gefährlichen Vorfall, nachdem er sich vor einen herannahenden Zug auf die Gleise begeben hatte. Der 37-jährige polnische Staatsbürger wurde mit ausgebreiteten Armen stehend gesichtet, als ein Regionalzug heranfuhr, woraufhin der Lokführer eine Notbremsung einleiten musste. Die Behörden haben inzwischen Ermittlungen wegen des Beinahe-Unfalls eingeleitet.

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Gegen 11 Uhr morgens war die Bundespolizei in Bochum alarmiert worden, nachdem Zeugen eine Person im Gleisbereich gemeldet hatten. Beamte orteten den Mann schnell auf dem Bahnsteig, wo er sich direkt in die Fahrbahn des RB 40 gestellt hatte. Der Zugführer reagierte sofort und bremste notfalls ab, um einen Zusammenstoß zu verhindern.

Nach dem Halt des Zuges führte die Polizei den Verdächtigen aus dem Bahnhof ab. Gegen ihn wurde ein sofortiges Hausverbot verhängt, während die Ermittler ein Verfahren wegen Gefährdung des Bahnverkehrs einleiteten. Die Staatsanwaltschaft Bochum versucht nun, den aktuellen Aufenthaltsort des Mannes zu ermitteln.

Eisenbahnexperten warnen, dass moderne Züge nicht ausweichen können und oft erst gehört werden, wenn es für eine Reaktion zu spät ist. Selbst Gegenstände am Bahnsteigrand können durch den Sog vorbeifahrender Züge in Richtung der Gleise gezogen werden. Die Behörden erinnern Fahrgäste daran, sich hinter der markierten Sicherheitslinie aufzuhalten, bis die Züge vollständig zum Stehen gekommen sind.

Obwohl es keine genauen Statistiken zu Gleisbetretungen in Deutschland gibt, wurden in den letzten Jahren vereinzelte Vorfälle gemeldet – etwa Betonplatten, die auf S-Bahn-Gleise in München gelegt wurden. Auch andere bahnbezogene Straftaten wie Angriffe auf Mitarbeiter oder Pyrotechnik-Attacken haben zugenommen, doch Fälle wie dieser bleiben selten.

Der Vorfall unterstreicht die Gefahren durch unbefugtes Betreten von Gleisanlagen. Die Polizei sucht weiterhin nach dem Mann im Rahmen der laufenden Ermittlungen. Die Behörden appellieren an die Öffentlichkeit, die Sicherheitsvorschriften in Bahnhöfen einzuhalten, um ähnliche Gefahren zu vermeiden.

Quelle