Peaches rockt das Donaufestival mit provokanter Show und neuem Album
Peaches setzt beim Donaufestival in Krems mit mutigem Auftritt neue Maßstäbe
Die kanadische Künstlerin, die für ihren kompromisslosen Stil bekannt ist, präsentierte bei dem renommierten Festival ihr neues Album No Lube So Rude – ein Werk, das körperliche Selbstbestimmung und queere Identität feiert. Die Fans, darunter ein sichtbar begeisterter Mann mittleren Alters im Publikum, erlebten eine Show, die gleichermaßen provokant wie bestärkend war.
Seit 26 Jahren schafft Peaches Musik, die sich für die Befreiung der LGBTQ+-Community einsetzt. Ihr Debütalbum erschien im Jahr 2000, und seither bleibt ihr Schaffen ungebrochen rebellisch. In Krems betrat sie die Bühne mit einer Schamhaar-Toupet, das sie sich über die Brustwarzen geklebt hatte – eine ihrer markanten, furchtlosen Performance-Gesten.
Ihre Texte strotzen vor unverschämter Stolz und feiern den weiblichen Körper und Sexualität ohne jede Entschuldigung. Der Höhepunkt der Energie entlud sich, als ein nicht näher bestimmbares Körperteil auf die Bühne „explodierte“ – ein theatralischer Effekt, der ihrem Ruf für Schockmomente und Spektakel gerecht wurde. In der Pressemitteilung zu No Lube So Rude wird sie sogar als „postmenopausale Queer-Ikone“ bezeichnet, einen Titel, den sie offenbar mit voller Überzeugung trägt.
Ihre Botschaft war unmissverständlich: Ihr Körper, ihre Entscheidungen und ihre Identität gehören einzig und allein ihr. Das Publikum, darunter ein besonders begeisterter älterer Fan, saugte jeden Moment ihres unzensierten, lebensfrohen Auftritts in sich auf.
Mit ihrem neuen Album und der Performance unterstreicht Peaches einmal mehr ihren Status als Provokateurin der Musikszene. Durch die Mischung aus Humor, Trotz und schamloser Freude stellt sie weiterhin Normen zu Sexualität, Altern und queerer Selbstausdruck infrage. Der Auftritt beim Donaufestival bewies erneut: Ihre Kunst bleibt so konfrontativ wie feiernd – und unvermindert relevant.






