13 March 2026, 18:05

Ramadan-Streit in NRW: Wie ein Kinderkonflikt zur medialen Debatte wurde

Eine Gruppe von Menschen steht vor einem Publikum, einige klatschen, in einem Raum mit Stühlen, Tischen, Ballons, Vorhängen und Deckenleuchten, um die Eröffnung einer neuen Schule zu feiern.

Ramadan-Streit in NRW: Wie ein Kinderkonflikt zur medialen Debatte wurde

Ein kleiner Streit unter Zehnjährigen an einer Schule in Nordrhein-Westfalen hat landesweit für Diskussionen gesorgt. Was als Auseinandersetzung über das Fasten im Ramadan begann, wurde von der Bild-Zeitung später als kultureller Konflikt stilisiert. Die Schulverwaltung betont jedoch, es habe sich lediglich um einen typischen Kinderstreit gehandelt.

Ausgelöst wurde der Konflikt in einer fünften Klasse einer Gesamtschule in Kleve. Einige Schüler fasteten für den Ramadan, während andere in den Schulpausen Snacks aßen. Es kam zum Streit darüber, ob es angemessen sei, vor fastenden Mitschülern zu essen.

Schule und lokale Behörden reagierten umgehend. Sie bestätigten, dass niemand aufgefordert worden sei, Essen zu verstecken oder heimlich zu verzehren. Auch die Bezirksregierung Düsseldorf stellte klar, dass nicht fastende Schüler keinerlei Einschränkungen beim öffentlichen Essen unterlägen.

Trotzdem titelte die Bild mit Schlagzeilen wie "Ramadan-Streit! Schüler sollen Snacks heimlich essen" und später "Ramadan-Streit! Wie die Schule jetzt zurückrudert". Die Berichterstattung suggerierte einen Konflikt über Migration und religiöse Toleranz – eine Darstellung, die die Schule zurückwies. Behörden bezeichneten den Vorfall als einfaches Missverständnis unter Kindern, nicht als kulturelles oder politisches Problem.

Die Schule kündigte Gespräche mit Schülern, Eltern und Lehrkräften an, um die Kommunikation zu verbessern und weitere Konflikte zu vermeiden.

Bisher gab es keine Änderungen der schulischen Richtlinien infolge des Streits. Die Schule betont, die Angelegenheit sei intern geklärt worden, ohne dass es Hinweise auf tiefere kulturelle Spannungen gebe. Die Behörden haben sich seitdem nicht weiter zu dem Vorfall geäußert.

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