05 June 2026, 13:21

Revolution in der Stammzellforschung: Automatisierte Produktion soll Therapien günstiger machen

Innovationsschub für die Biotechnologie in NRW

Revolution in der Stammzellforschung: Automatisierte Produktion soll Therapien günstiger machen

Ein neues Forschungsprojekt will die Herstellung von Stammzelltherapien revolutionieren. Unter dem Namen RauPE zielt die Initiative darauf ab, die Produktionsprozesse zu automatisieren und hochzuskalieren, um die Kosten deutlich zu senken. Das auf drei Jahre angelegte Vorhaben startet im Juli 2024 und vereint wichtige Partner aus Industrie und Wissenschaft.

An der Zusammenarbeit beteiligt sind das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT, die BioThrust GmbH sowie das Universitätsklinikum Essen. BioThrust, das als Projektkoordinator fungiert, hat bereits Membranreaktor-Kartuschen entwickelt, mit denen empfindliche Stammzellen effizienter vermehrt werden können. Diese Kartuschen sollen die Produktion größerer Mengen immortalisierter mesenchymaler Stammzellen (ciMSCs) ermöglichen – eine Technologie, die ursprünglich am Universitätsklinikum Essen entwickelt wurde.

Ein weiterer Schwerpunkt des Projekts liegt auf extrazellulären Vesikeln (EVs), winzigen Partikeln, deren Herstellung in großem Maßstab bisher besonders schwierig ist. Das Fraunhofer IPT wird den gesamten Produktionsprozess für EVs in seine AUTOSTEM-Laborplattform integrieren, um eine vollständige Automatisierung und sichere Durchführung zu gewährleisten. Die Finanzierung erfolgt über das EFRE.NRW-Programm, unterstützt vom Land Nordrhein-Westfalen und der Europäischen Union.

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Ziel ist es, skalierbare und kostengünstige Stammzelltherapien zu entwickeln. Durch die Automatisierung der Produktion sollen diese fortschrittlichen Behandlungen einer breiteren Patientengruppe zugänglich gemacht werden. Das RauPE-Projekt läuft bis 2027 und konzentriert sich auf Effizienz und Wirtschaftlichkeit. Bei Erfolg könnten die entwickelten Automatisierungssysteme die Herstellung von Stammzelltherapien grundlegend verändern – und den Weg für eine breitere klinische und kommerzielle Nutzung ebnen.

Quelle