RWE baut riesige Solarparks auf ehemaligem Tagebaugelände in NRW
RWE plant Bau mehrerer großer Solarparks im ehemaligen Tagebau Garzweiler in Nordrhein-Westfalen
Die Anlagen mit einer Gesamtleistung von 86,5 Megawatt sollen auf rekultiviertem Gelände in der Nähe der Autobahn A44n entstehen. Das Unternehmen strebt an, die Bauarbeiten noch bis Ende des Jahres abzuschließen.
Die neuen Solaranlagen erstrecken sich östlich und westlich der A44n zwischen Bedburg und Jüchen. RWE wird sie an die bestehende Netzinfrastruktur des Tagebaus Garzweiler anbinden, wodurch langwierige Genehmigungsverfahren entfallen. Dieser Ansatz entspricht der Strategie des Konzerns, Solarprojekte entlang von Autobahnen zu entwickeln, wo die Planungsverfahren beschleunigt sind und die öffentliche Akzeptanz höher ist.
Aktuell betreibt RWE sieben Solarparks im Rheinischen Revier, von denen vier über Batteriespeicher verfügen. Die aktuelle Erweiterung unterstützt das Ziel des Unternehmens, in der Region mindestens 500 Megawatt neue Solar- und Windkapazitäten aufzubauen. Parallel dazu erprobt eine Demonstrationsanlage in der Nähe das Konzept der Agri-Photovoltaik – ein System, das Ackerbau mit Stromerzeugung kombiniert.
Die Ankündigung erfolgt vor dem Hintergrund eines aktuellen regulatorischen Beschlusses in Deutschland, wonach Netzbetreiber Kunden künftig nicht mehr über den vollen Einspeisebonus für Solarstrom informieren müssen. Diese Änderung könnte Auswirkungen darauf haben, wie neue Projekte in den Energiemarkt integriert werden.
Die Solarparks sollen noch vor 2025 in Betrieb gehen. Durch die Nachnutzung ehemaliger Tagebauflächen und die Nutzung bestehender Infrastruktur will RWE die Umsetzung beschleunigen. Die Projekte tragen zu den erneuerbaren Energiezielen des Unternehmens bei und testen gleichzeitig innovative Doppelnutzungskonzepte wie die Agri-Photovoltaik.






