S-Bahn-Sperrung in Bergisch Gladbach: Ein Jahr ohne S11 ab 2030
Pendler in Bergisch Gladbach müssen sich auf massive Einschränkungen einstellen: Die Deutsche Bahn wird die S-Bahn-Linie S11 für mehr als ein Jahr komplett sperren. Die Stilllegung, die von Ende 2030 bis Anfang 2032 geplant ist, ist Teil eines lange erwarteten Projekts zum Bau eines zweiten Gleises zwischen Bergisch Gladbach und Köln. Anwohner warten seit 15 Jahren auf diese Aufwertung, die künftig bessere Zugverbindungen verspricht.
Das Vorhaben für das zweite Gleis wird bereits seit 2009 vorbereitet, wobei lokale Politiker und Pendler seit Jahren auf Verbesserungen drängen. Der stellvertretende Bürgermeister Ragnar Migenda bestätigte kürzlich den Bauzeitplan und legte den Sperrzeitraum vom vierten Quartal 2030 bis zum ersten Quartal 2032 fest. In dieser Phase wird der gesamte S-Bahn-Verkehr auf der Strecke vollständig eingestellt.
Um die Auswirkungen abzumildern, wird die Deutsche Bahn Ersatzbusse einrichten, darunter auch Expresslinien wie die SB40. Zudem verkehren zusätzliche Regionalzüge auf der Voreifelbahn, unterstützt durch Schienenersatzverkehr und Verkehrsmanagement-Maßnahmen zur Kapazitätserhöhung. Zum Projekt gehört auch der Ausbau des Bahnhofs Bergisch Gladbach mit weiteren Gleisen, um nach Abschluss der Arbeiten einen zuverlässigeren 10-Minuten-Takt zu ermöglichen.
Die Sperrung soll bis zu 18 Monate dauern und wird für Berufspendler erhebliche Unannehmlichkeiten mit sich bringen. Langfristig zielen die Modernisierungen jedoch auf eine bessere Anbindung und weniger Verspätungen auf der stark frequentierten Strecke ab.
Die Bauarbeiten bringen dringend benötigte Verbesserungen für die S11, doch Pendler müssen sich auf längere Behinderungen einstellen. Ersatzverkehr wird eingerichtet, allerdings könnten sich die Fahrzeiten während der Arbeiten verlängern. Nach Fertigstellung sollen das zweite Gleis und der ausgebauten Bahnhof schnellere und häufigere Verbindungen für die Region bieten.






