08 June 2026, 12:04

Sieben mutige Jugendtheaterstücke rocken das 47. Theatertreffen der Jugend

Deutschland, warum weinst du nicht, Deutschland, wovon träumst du?

Sieben mutige Jugendtheaterstücke rocken das 47. Theatertreffen der Jugend

Sieben herausragende Jugendtheaterproduktionen sind für das 47. Theatertreffen der Jugend in Berlin ausgewählt worden. Eine zehnköpfige Fachjury wählte die Finalisten aus über hundert Einreichungen aus. Die ausgewählten Stücke überzeugen durch ihre Ehrlichkeit, emotionale Tiefe und die mutige Auseinandersetzung mit den großen Fragen des Lebens.

Nordrhein-Westfalen stellte die meisten Produktionen, dicht gefolgt von Berlin und Brandenburg. Zu den ausgewählten Aufführungen gehört TRAUER//FALL von POLYLUX, ein Stück, das private und öffentliche Erfahrungen von Trauer untersucht. Das junge Ensemble, zwischen 13 und 18 Jahren alt, verbindet persönliche Geschichten mit politischen Themen. Diese Produktion wird zudem im Abendprogramm und in Schulvorstellungen in Köln zu sehen sein, bevor sie zum Festival nach Berlin reist.

Ein weiteres Highlight ist APOLLON – STOP TRYNA BE GOD von waltraud900, das traditionelle männliche Rollenbilder hinterfragt. Die Inszenierung mischt Humor mit echten Vater-Sohn-Beziehungen und bricht auf spielerische, aber nachdenklich stimmende Weise mit Klischees. Während einer Vorstellung scherzte Gustav Becker, einer der Schauspieler, sein größter Traum sei es nicht mehr, Fortuna Düsseldorf zu unterstützen.

Im Festivalprogramm ist zudem ANNE vertreten, eine Produktion über Anne Frank, die vom Jugendclub des Piccolo Theaters Cottbus erarbeitet wurde. Jede der sieben ausgewählten Arbeiten bringt eine einzigartige Perspektive ein – geprägt von ungeschönter Authentizität und drängenden Themen.

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Das Theatertreffen der Jugend präsentiert diese Produktionen einem größeren Publikum und zeigt damit die Kreativität und den Mut junger Darsteller:innen, die sich mit komplexen Fragen auseinandersetzen. Alle sieben Stücke versprechen durch ihre emotionale Wucht und direkte Erzählweise einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.

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