31 May 2026, 22:03

SmartWin: Revolutionäre Fenstertechnologie soll Energieverbrauch von Gebäuden halbieren

Projekt SmartWin gestartet

SmartWin: Revolutionäre Fenstertechnologie soll Energieverbrauch von Gebäuden halbieren

Ein neues Projekt soll die Energieeffizienz von Gebäuden durch fortschrittliche Fenstertechnologie revolutionieren. Die Initiative SmartWin zielt darauf ab, intelligente Fenster zu entwickeln, die Licht und Wärme dynamisch steuern. Diese Innovationen könnten den Energieverbrauch in Gebäuden mit großen Glasfassaden deutlich senken – ein Bereich, der derzeit einen erheblichen Anteil des Strombedarfs für Klimatisierung verschlingt.

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Gebäude sind für fast 40 % des gesamten Energieverbrauchs verantwortlich, wobei ein großer Teil auf Heizung und Kühlung entfällt. Herkömmliche Glasfassaden regulieren die Temperatur oft ineffizient, was zu einem höheren Energiebedarf führt. Bisherige Versuche, schaltbare Sonnenschutzverglasungen zu entwickeln, scheiterten häufig an den hohen Produktionskosten, die eine breite Markteinführung verhinderten.

Das SmartWin-Projekt will diese Hürde überwinden, indem es ein Roll-to-Roll-Fertigungsverfahren einsetzt. Dieses Verfahren soll die Kosten senken und die Technologie für einen größeren Markt zugänglich machen. Gefördert wird die Initiative vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM).

Vier zentrale Partner treiben das Projekt voran: SIONIC Smart Glass GmbH, ein Spezialist für intelligente Verglasungslösungen, sowie FITT, ALU-CON Fenster- und Fassadenkonstruktionen GmbH und das Zentrum für Angewandte Energieforschung (CAE). Ihr Ziel ist es, ein System zu verfeinern, das Lichteinfall und Wärmeeintrag in Echtzeit reguliert. Allein in Deutschland werden jährlich 15,5 Millionen Fenstereinheiten eingebaut – ein riesiger potenzieller Markt für diese Technologie.

Bei Erfolg könnte das SmartWin-Projekt eine Schlüsselrolle in der Energiewende spielen. Durch die Reduzierung von Verbrauch und Emissionen in Gebäuden könnte die Technologie dazu beitragen, die Umweltbelastung moderner Architektur zu verringern. Der Fokus auf kostengünstige Produktion erhöht zudem die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Lösung in den kommenden Jahren flächendeckend durchsetzt.

Quelle