Solingen gedenkt 30 Jahre nach dem rassistischen Brandanschlag mit bewegenden Feiern
Lara LangSolingen gedenkt 30 Jahre nach dem rassistischen Brandanschlag mit bewegenden Feiern
Solingen bereitet sich auf die Gedenkfeiern zum 30. Jahrestag des Brandanschlags am 29. Mai 2023 vor. Mit einer Reihe von Veranstaltungen ehrt die Stadt die Opfer und gedacht des schrecklichen Ereignisses. Höhepunkt der Gedenkfeier wird eine zentrale Zeremonie mit Reden hochrangiger Persönlichkeiten sein, darunter Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.
Die Veranstaltungen beginnen um 14:00 Uhr im Theater und Konzerthaus Solingen. Neben Steinmeier werden auch Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst und weitere Vertreter der Politik zu den rund 600 geladenen Gästen sprechen. Bürgermeister Tim Kurzbach hat für ältere und mobilitätseingeschränkte Teilnehmer einen Shuttle-Service organisiert.
Vor der Gedenkfeier wird der Mercimek-Platz in Mevlüde-Genç-Platz umbenannt – eine Würdigung der Opfer und der langjährigen Gedächtnisaktivistin Mevlüde Genç. Zudem werden an der Unteren Wernerstraße Stelen mit Porträts der Opfer enthüllt.
Im Anschluss findet ein stiller Marsch zur Mildred-Scheel-Schule statt, der mit einem Gebet endet. Noch am selben Tag eröffnet im Zentrum für verfolgte Künste die Ausstellung „Den Opfern ein Gesicht geben, den Überlebenden eine Stimme“.
Die Gedenkveranstaltungen sollen das Andenken an die Verstorbenen bewahren und die Überlebenden unterstützen. Der umbenannte Platz, die neuen Stelen und die Ausstellung werden als bleibende Mahnmale an den Anschlag erinnern. Vertreter aus Politik und Öffentlichkeit kommen zusammen, um über die Tragödie und ihre Folgen nachzudenken.






