Solingen streitet um inklusive Fahrradroute: Zwei Varianten sollen Akzeptanz schaffen
Leon FischerSolingen streitet um inklusive Fahrradroute: Zwei Varianten sollen Akzeptanz schaffen
Ein neuer Vorschlag für eine Fahrradroute in Solingen hat Forderungen nach einem inklusiveren Planungsprozess ausgelöst. Das Bürgerbündnis für Solingen (BfS) setzt sich gemeinsam mit der ABI, der CDU-/FDP-Fraktion im Rat dafür ein, zwei gleichwertige Trassenvarianten zu prüfen. Damit, so ihre Argumentation, ließe sich die Sicherheit für Radfahrer erhöhen und gleichzeitig besser auf lokale Bedenken eingehen.
Der gemeinsame Antrag, den das BfS und seine Koalitionspartner eingebracht haben, zielt darauf ab, breitere öffentliche Unterstützung für die Radverbindung zu gewinnen. Ihr Ziel: den Radverkehr sicherer machen und den Weg für Solingens Verkehrswende ebnen. Gleichzeitig kritisiert die Gruppe jüngste Äußerungen, die Anliegen von Anwohnern und Unternehmen pauschal als bloßen „Widerstand der PS-Fraktion“ abtun.
Jan-Michael Lange vom BfS betonte die Notwendigkeit eines aktiven Plans für eine alternative Route. Er warnte, dass die Nichtberücksichtigung von Optionen das Projekt anfällig für Verzögerungen oder juristische Klagen machen könnte. Unterdessen rief Michael Bender, Bezirksvertreter des BfS, alle Beteiligten zu offenen und respektvollen Gesprächen über die Zukunft der Strecke auf.
Der Antrag unterstreicht, wie wichtig es ist, praktische Radinfrastruktur mit den Interessen der direkt Betroffenen in Einklang zu bringen. Wird der Vorschlag angenommen, müssten die Planer zwei eigenständige Routenvarianten entwickeln. Damit soll der Widerstand verringert und die Umsetzung beschleunigt werden. Das Ergebnis wird in den kommenden Monaten zeigen, wie Solingen Radverkehrsförderung und lokale Akzeptanz unter einen Hut bringt.






