10 June 2026, 14:05

Solingen und Niederlande tauschen sich über Integration ukrainischer Geflüchteter aus

Delegation aus den Niederlanden besuchte das Solinger Jobcenter

Solingen und Niederlande tauschen sich über Integration ukrainischer Geflüchteter aus

Eine niederländische Delegation besuchte kürzlich das Jobcenter in Solingen, um über die Integration ukrainischer Geflüchteter zu sprechen. An den Gesprächen nahmen Vertreter verschiedener niederländischer Ministerien sowie des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen teil. Seit Beginn der Krise hat Solingen über 1.750 ukrainische Geflüchtete aufgenommen, von denen noch fast 1.400 in der Stadt leben.

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Jan Welzel, Leiter des Sozial- und Rechtsamts der Stadt Solingen, stellte die aktuelle Lage in niederländischer Sprache vor. Er skizzierte die Herausforderungen und Fortschritte bei der Unterstützung der Geflüchteten. Derzeit erhalten 1.240 ukrainische Schutzsuchende in Solingen Bürgergeld über das örtliche Jobcenter, während 394 an Deutschkursen teilnehmen.

Im Mittelpunkt der Gespräche standen zentrale Fragen der Integration, darunter Sprachvermittlung, Zugang zur Gesundheitsversorgung, Kinderbetreuung, schulische Eingliederung und Arbeitsvermittlung. Eine aktuelle Umfrage ergab, dass 37 Prozent der ukrainischen Geflüchteten in Deutschland langfristig oder dauerhaft bleiben möchten, während 34 Prozent nur bis zum Ende des Krieges bleiben wollen. Die Delegation wies zudem auf die Schwierigkeiten bei der Anerkennung ukrainischer akademischer und beruflicher Abschlüsse hin.

Die Finanzierung entwickelte sich zu einem zentralen Thema, da Städte wie Solingen den Großteil der Kosten für Unterbringung und Integration tragen. Die niederländischen Gäste berichteten von erfolgreichen Kooperationen im Gesundheitsbereich, bei denen niederländische Psychologinnen und Psychologen gemeinsam mit ukrainischen Kolleginnen und Kollegen Geflüchtete unterstützen.

Das Treffen unterstrich die gemeinsamen Herausforderungen und Lösungsansätze bei der Integration von Geflüchteten in beiden Ländern. Solingen setzt weiterhin auf die Bereitstellung essenzieller Dienstleistungen, während gleichzeitig Finanzierungslücken und die Anerkennung von Qualifikationen angegangen werden. Ziel der Gespräche ist es, die Unterstützungssysteme für ukrainische Geflüchtete in beiden Ländern zu verbessern.

Quelle