17 March 2026, 00:47

Solingens Bezirksbürgermeister fordert Einheit gegen Obdachlosigkeit im Winter

Eine Stadtstraße mit einer gelben Tram, Gebäuden mit Fenstern, Schildern, Fußgängern, parkenden Fahrrädern, einer Straßenlaterne, Drähten, einem Baum und einem bewölkten Himmel.

Solingens Bezirksbürgermeister fordert Einheit gegen Obdachlosigkeit im Winter

Solingens Bezirksbürgermeister Marc Westkämper hat Vorwürfe zurückgewiesen, er habe einen CDU-Antrag zur Bekämpfung von Obdachlosigkeit mit Unterstützung der AfD befördert. Stattdessen betont er, der Fokus müsse darauf liegen, menschen während der Wintermonate zu unterstützen. Sein Appell kommt zu einer Zeit, in der die Stadt zunehmend besorgt über obdachlose Menschen ist, die bei eisigen Temperaturen unter Brücken Schutz suchen.

Westkämper forderte alle politischen Gruppen auf, gemeinsam an praktischen Lösungen zu arbeiten, bevor das Thema von Extremisten instrumentalisiert werde.

Die Debatte war entbrannt, nachdem die CDU einen Antrag vorgelegt hatte, der sich mit der Obdachlosigkeit in Ohligs – insbesondere im Bereich des Bahnhofs – befasst. Westkämper unterstrich, dass die Stadtverwaltung handeln müsse, sobald die Temperaturen unter den Gefrierpunkt fallen, und warnte davor, dass Menschen, die auf der Straße schlafen, Gefahr laufen, an Unterkühlung zu sterben.

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Er signalisierte Bereitschaft, mit allen Fraktionen im Stadtrat zusammenzuarbeiten. Sein Ziel ist es, breite Unterstützung für Maßnahmen zu gewinnen, die die Lebensbedingungen obdachloser menschen verbessern und gleichzeitig die Sorgen von Anwohnern und Pendlerinnen und Pendlern mildern. Die Wiederherstellung von Sicherheit und Sauberkeit im Bahnhofsviertel erfordere sowohl Mitgefühl als auch Zusammenarbeit, so Westkämper.

Eine von der CDU organisierte Runde am 19. Februar soll die Parteien zusammenbringen, um konstruktive Schritte zu erörtern. Westkämper hat zudem eine offizielle Anfrage an den Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Gemeinschaft eingereicht, um bessere Unterstützungsangebote voranzutreiben. In der nächsten Sitzung des Stadtrats am 23. Februar könnte ein gemeinsamer Plan entstehen – vorausgesetzt, die Fraktionen sind bereit, politische Differenzen beiseitezulegen.

Die CDU hat die Stadtverwaltung um eine Bedarfsanalyse gebeten, um zu klären, welche Ressourcen erforderlich sind. Zwar liegen keine genauen Zahlen zur Obdachlosigkeit in Solingen vor, doch Westkämpers Priorität ist es, parteiübergreifende Mehrheiten für konkrete Maßnahmen zu gewinnen. Er warnt, dass ein Scheitern der Zusammenarbeit extremistischen Gruppen die Möglichkeit geben könnte, öffentliche Frustration auszunutzen.

Im Mittelpunkt von Westkämpers Appell stehen gemeinsame Verantwortung und schnelles Handeln. Die anstehenden Treffen werden zeigen, ob Solingens politische Gruppen sich auf Maßnahmen einigen können, die Obdachlosen helfen und das Vertrauen der Bevölkerung in das Viertel wiederherstellen.

Ohne einen gemeinsamen Ansatz, so seine Warnung, könnte das Thema die Spaltung vertiefen – statt die dringend benötigte Hilfe für die Menschen auf der Straße zu leisten.

AKTUALISIERUNG

Westkämper bestreitet AfD-Verbindungen in Obdachlosendebatte

Bezirksbürgermeister Marc Westkämper hat Vorwürfe der Grünen zurückgewiesen, er würde einen CDU-Entwurf zur Obdachlosigkeit mit AfD-Unterstützung durchbringen. In einer Pressemitteilung appellierte er an eine lösungsorientierte Zusammenarbeit über ideologische Gräben hinweg und betonte, 'wir dürfen nicht tatenlos zusehen, wie Menschen in der Unterführung erfrieren.' Die Grünen hatten ihm vorgeworfen, einen umstrittenen Plan zu ermöglichen, der eine rechtsextreme Allianz erfordert. Westkämper betont jedoch, dass alle Parteien den Schutz verwundbarer Menschen priorisieren müssen.