31 May 2026, 14:02

Solinger Kirchen bauen um – doch die Bürokratie bremst aus

SPD unterstützt Kommunen bei neuer Nutzung von Kirchen

Solinger Kirchen bauen um – doch die Bürokratie bremst aus

Kirchgemeinden in Solingen stehen vor einer neuen Zukunft: Gebäude sollen umgenutzt werden

Kirchgemeinden in Solingen blicken einer ungewissen Zukunft entgegen, da immer mehr protestantische und katholische Gruppen Pläne zur Umnutzung ihrer Gebäude vorlegen. Die SPD hat sich nun eingeschaltet und drängt auf stärkere Unterstützung durch die Stadt. Ihr Vorschlag zielt darauf ab, den Prozess für betroffene Gemeinden zu vereinfachen und bürokratische Hürden abzubauen.

Die SPD-Fraktion im Solinger Stadtrat hat einen gemeinsamen Antrag an den Planungsausschuss und den Rat eingebracht. Sie fordert alle parlamentarischen Gruppen auf, sich hinter die Initiative zu stellen, um bei tragfähigen Projekten einen überparteilichen Ansatz zu gewährleisten. Im Mittelpunkt steht die Schaffung einer zentralen Koordinationsstelle innerhalb der Stadtverwaltung.

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Eine eigens eingerichtete Arbeitsgruppe aus Politikern und Verwaltungsmitarbeitern soll die Gemeinden durch rechtliche und praktische Herausforderungen begleiten. Zwar kann die Stadt keine finanziellen Hilfen leisten, doch betont die SPD die Notwendigkeit konkreter Unterstützung – insbesondere bei Baurecht und Denkmalschutz. Ziel ist es, Genehmigungsverfahren zu beschleunigen und unnötige Verzögerungen zu vermeiden.

Der Vorstoß erfolgt parallel zur Ausstellung „Kirchen als vierte Orte“ in der Lutherkirche, die kreative Ideen zur Umnutzung ehemaliger Sakralbauten präsentiert. Von Nachbarschaftszentren bis zu Kulturstätten zeigt die Schau gelungene Beispiele aus der Praxis. Die SPD will mit ihrem Plan gemeinsame Leitlinien zwischen Rat, Verwaltung und Gemeinden etablieren, um solche Konzepte leichter umsetzbar zu machen.

Wird der Antrag angenommen, entsteht eine zentrale Anlaufstelle für Gemeinden, die ihre Gebäude umwidmen möchten. Die Stadt würde zwar keine finanziellen Mittel bereitstellen, aber Fachwissen einbringen, um rechtliche und denkmalschützerische Hindernisse zu überwinden. Nun kommt es auf die breite Unterstützung im Rat an, damit die Initiative vorankommt.

Quelle