Stillgelegte Deponie in Ahaus wird zum Solarpark mit doppeltem Nutzen
Leon FischerStillgelegte Deponie in Ahaus wird zum Solarpark mit doppeltem Nutzen
Stillgelegte Deponie in Ahaus-Alstätte wird zum Standort eines großen Solarparks
Auf einer stillgelegten Deponie in Ahaus-Alstätte entsteht bald ein großer Solarpark. Das vom Kreis Borken genehmigte Vorhaben soll brachliegendes Gelände in eine erneuerbare Energiequelle verwandeln. Für die Behörden ist dies eine pragmatische Lösung für ein Gebiet, das sich für herkömmliche Bebauung nicht eignet.
Da der Untergrund der Deponie durch Setzungen für Bauprojekte ungeeignet ist, bietet die freigelegte Fläche jedoch ideale Bedingungen für Solarmodule. Das Gelände befindet sich im gemeinsamen Besitz des Kreises Borken und der Stadt Ahaus und wird von der Abfallwirtschaftsgesellschaft Westmünsterland (AWG) bewirtschaftet. Wird das Projekt bis Mitte 2025 fertiggestellt, kommt es für staatliche Fördermittel infrage.
Zudem könnte der Solarpark dazu beitragen, die jährlichen Unterhaltungskosten der Deponie in Höhe von rund 100.000 Euro zu senken. Langfristig ist sogar denkbar, die Anlage als Energiespeicher für überschüssigen Windstrom zu nutzen. Dieser doppelte Nutzen entspricht einem aktuellen Trend in Nordrhein-Westfalen: Seit 2021 sind dort auf ehemaligen Deponien bereits drei weitere große Solarparks entstanden oder geplant – darunter ein 20-Megawatt-Park in Marl (2022 fertiggestellt), ein 15-Megawatt-Projekt in Düsseldorf (2023 beantragt) und eine 25-Megawatt-Anlage in Köln (für 2025 im Bau).
Der Solarpark in Ahaus-Alstätte gibt einem sonst ungenutzten Gelände eine neue Bestimmung. Bis Mitte 2025 könnte er nicht nur die Betriebskosten verringern, sondern auch die regionale Energiespeicherung unterstützen. Das Projekt reiht sich ein in die wachsende Praxis, aus alten Deponien Standorte für saubere Energie zu machen.






