06 June 2026, 18:03

Streit um Umgestaltung des Ohligser Kreisverkehrs spaltet lokale Politik

Doppel Kreisel in Ohligs: Politik verweigert OWG-Rede im Kreistag

Streit um Umgestaltung des Ohligser Kreisverkehrs spaltet lokale Politik

Pläne zur Umgestaltung des doppelten Kreisverkehrs in Ohligs sorgen für Streit

Die geplante Neugestaltung des doppelten Kreisverkehrs in Ohligs hat unter lokalen Gruppen für Kontroversen gesorgt. Die Bürgergemeinschaft für Solingen (BfS) lehnt die Vorhaben öffentlich ab und wirft vor, dass zentrale Bedenken ignoriert wurden. Andere Fraktionen im Bezirksrat haben die Änderungen hingegen bereits unterstützt.

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Die BfS brachte ihre Einwände während der letzten Bezirksratssitzung vor und kritisierte, dass bei der Planung „mobile Begrünung“ auf wasserdurchlässigen Flächen nicht berücksichtigt worden sei. Zudem monierte die Gruppe, dass die Auswirkungen auf das Ohligser Dorffest nicht bedacht wurden – die Veranstaltung nutzt den Kreisverkehr traditionell als zentralen Anziehungspunkt. Trotz dieser Vorbehalte lehnte der Rat den Antrag der BfS ab, der Ohligser Werbegemeinschaft (OWG) Redezeit einzuräumen.

Die Weigerung, der OWG Gehör zu verschaffen, markiert einen Wandel im Umgang etablierter Parteien mit lokalen Initiativen. Bisher wurden Bürgerstimmen in solchen Debatten oft einbezogen. Diesmal jedoch blieb die Perspektive der OWG unberücksichtigt – selbst nach dem Vorstoß der BfS, sie in die Diskussion einzubinden.

Die BfS betont erneut, dass die Sorgen der Anwohner aus Ohligs, Aufderhöhe und Merscheid berechtigt seien. Die Umgestaltung, so die Kritik, habe weder ökologische noch kulturelle Folgen für das Viertel ausreichend gewürdigt.

Mit dem Beschluss, ohne die Stellungnahme der OWG voranzuschreiten, setzt der Bezirksrat ein neues Zeichen für die lokale Politik. Die Zukunft des Kreisverkehrs hängt nun davon ab, ob die genehmigten Pläne wie vorgesehen umgesetzt werden. Falls ja, würde dies eine zentrale Komponente des Ohligser Dorffests dauerhaft verändern.

Quelle