06 May 2026, 05:09

Streit um Wohngeld-Kürzungen: Bund und Länder uneins über Reformpläne

Gruppe von Menschen, die eine Straße entlanggehen und eine 'Solidarität und Feminismus'-Fahne tragen, mit parkenden Fahrzeugen, Gebäuden, einer Schüsselantenne und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Streit um Wohngeld-Kürzungen: Bund und Länder uneins über Reformpläne

Ein Streit über Kürzungen beim Wohngeld entzündet sich zwischen Bund und Ländern. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) drängt auf Haushaltseinsparungen, während Wohnungsbauverbände vor schweren Folgen warnen. Das vom Bundesbauministerium unter Leitung von Verena Hubertz (SPD) vorgelegte Reformpaket sieht vor, die Ausgaben durch Änderungen im Leistungssystem um eine Milliarde Euro zu kürzen.

Die geplanten Streichungen stoßen auf scharfe Kritik. Sahra Mirow, wohnungspolitische Sprecherin der Linken, verurteilte die Pläne als schädlich für einkommensschwache Mieter:innen. Die grüne Abgeordnete Mayra Vriesema argumentierte, strengere Mietpreisbremse statt Leistungskürzungen würden die Abhängigkeit von staatlicher Unterstützung verringern. Sie warnte, dass Kürzungen beim Wohngeld mehr Menschen in die Obdachlosigkeit treiben könnten.

In Nordrhein-Westfalen forderte Bauministerin Ina Scharrenbach (CDU) eine grundlegende Reform des Systems. Als Sofortmaßnahme schlug sie vor, die in Bundesrecht verankerte Schriftformpflicht abzuschaffen – eine Regelung, die ihr Land jährlich 2,2 Millionen Euro kostet. Unterdessen will Hubertz’ Ministerium das Antragsverfahren vereinfachen und in enger Abstimmung mit den Ländern präziser sowie bedarfsgerechter gestalten.

Der Konflikt eskaliert, während Klingbeil versucht, Lücken im Bundeshaushalt zu schließen. Der Umstrukturierungsplan des Bauministeriums ist Teil einer breiter angelegten Strategie, Sparziele zu erreichen, ohne die Unterstützung für einkommensschwache Haushalte aufzugeben.

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Das Wohngeldsystem steht nun vor tiefgreifenden Veränderungen. Das SPD-geführte Ministerium will die Zahlungen reformieren, um Einsparungen zu erzielen, während Kritiker alternative Lösungen fordern. Bundesländer wie Nordrhein-Westfalen pochen auf schnellere und flexiblere Reformen, um die finanzielle Belastung zu mindern.

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