Terrorprozess nach Messerangriff auf Bielefelder Bar beginnt im Juni
Leon FischerTerrorprozess nach Messerangriff auf Bielefelder Bar beginnt im Juni
Messerangriff vor Bielefelder Bar kommt vor Gericht
Noch in diesem Jahr beginnt der Prozess zu einem Messerangriff vor einer Bar in Bielefeld, der sich im vergangenen Jahr ereignete. Der 36-jährige Syrer Mahmoud M. muss sich wegen des Vorwurfs eines islamistisch motivierten Terroranschlags verantworten. Die Verhandlung startet Anfang Juni und soll sich über 21 Verhandlungstage erstrecken.
Drei weitere Beschuldigte – ein 20-jähriger Syrer, ein 22-jähriger Syrer sowie ein 19-jähriger Palästinenser – werden im Zusammenhang mit dem Fall ebenfalls in Düsseldorf vor Gericht stehen.
Der Angriff ereignete sich am 18. Mai 2025 vor der Bar Cutie in Bielefeld. Ein bewaffneter Mann griff mit einem Messer Gäste an und verletzte mehrere schwer. Unter den Opfern war auch Chris, ein Fan von Arminia Bielefeld, der den Angreifer stellte und dabei lebensbedrohliche Verletzungen erlitt.
Hendrik Wortmann, der Besitzer der Bar, war zum Zeitpunkt des Angriffs nicht anwesend, sah jedoch die Folgen. Später initiierte er eine Spendenaktion, die rund 50.000 Euro für die Opfer einbrachte. Viele von ihnen leiden noch immer unter Langzeitfolgen – einer der Betroffenen kann aufgrund schwerer Flashbacks nicht mehr arbeiten.
Chris' Freund und Anwalt, David Volke, kritisiert politische Verantwortungsträger dafür, seinem Mandanten keine persönliche Unterstützung angeboten zu haben. Die Opfer hoffen unterdessen, dass der Prozess ihnen nach dem traumatischen Erlebnis etwas Abschluss bringen wird.
Im Verfahren soll es um die Umstände des Angriffs und dessen Auswirkungen auf die Beteiligten gehen. Die Überlebenden kämpfen weiterhin mit finanziellen und emotionalen Belastungen, einige können bis heute nicht in ihr normales Leben zurückkehren. Die Verhandlungen beginnen in den kommenden Wochen in Düsseldorf.






