25 March 2026, 12:04

Warum Promi-Küsse plötzlich Freundschaft statt Romantik symbolisieren

Eine Zeichnung eines Mannes und einer Frau, die sich umarmen und küssen, mit einem Schädel im Hintergrund.

Warum Promi-Küsse plötzlich Freundschaft statt Romantik symbolisieren

Eine Reihe viel beachteter Küsse zwischen Prominenten hat Debatten über Freundschaft und öffentliche Zuneigungsbekundungen ausgelöst. Aktuelle Beispiele sind Cat Deeley mit der Stylistin Charlie Brear oder Scarlett Johansson mit dem Schauspieler Jonathan Bailey. Diese Momente spiegeln einen größeren Wandel wider, wie solche Gesten in der westlichen Popkultur wahrgenommen werden.

Cat Deeleys Kuss mit Charlie Brear folgt einem Trend, der auch bei anderen Stars wie Hannah Waddingham, Gigi Hadid und Madonna zu beobachten ist. Die Geste, die als "Freundinnen-Kuss" beschrieben wird, steht für eine wachsende kulturelle Akzeptanz von platonischen Küssen auf den Mund zwischen Freundinnen. In den 1990er-Jahren waren solche Momente – wie der berühmte Kuss zwischen Madonna und Britney Spears bei den VMAs 2003 – noch selten und umstritten. In den 2010er- und 2020er-Jahren normalisierten sie sich zunehmend, mit Persönlichkeiten wie Taylor Swift, Selena Gomez und Billie Eilish, die solche Zuneigungsbekundungen offen zeigten.

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Der Kuss von Scarlett Johansson und Jonathan Bailey auf dem roten Teppich während der Promotion zu Jurassic World: Rebirth sorgte für Aufmerksamkeit, doch Johannssons Ehemann Colin Jost relativierte jede romantische Deutung. Jost scherzte, die Leute würden "ein Drama daraus machen", wenn jemand eine Freundin oder einen Freund zur Begrüßung küsse, und fügte hinzu, dass Baileys offene Homosexualität die Situation entspanne. Bailey selbst verteidigte den Kuss und erklärte, er glaube daran, "Liebe auf vielfältige Weise zu zeigen".

Die Körpersprache-Expertin Judi James erläuterte, dass Küsse auf den Mund auch nicht-sexuelle, fürsorgliche Wurzeln hätten. Sie verglich sie mit Bindungsritualen bei Primaten, bei denen solche Gesten soziale Verbindungen stärken und Trost spenden. James zufolge gehen es bei diesen öffentlichen Küssen weniger um Romantik als vielmehr um die demonstrative Darstellung enger Freundschaftsbande.

Der Trend zeigt einen kulturellen Wandel, bei dem platonische Küsse auf den Mund unter Freunden zunehmend als normal angesehen werden. Prominente setzen solche Gesten offen ein und spiegeln damit veränderte Einstellungen zu Zuneigung im öffentlichen Raum wider. Die Diskussionen darüber deuten auf eine breitere Akzeptanz vielfältiger Freundschaftsbekundungen hin.

Quelle