Wie das EEG vor 25 Jahren die deutsche Energiewende revolutionierte
Deutschlands Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) feiert 25-jähriges Jubiläum
Am 1. April 2023 jährte sich das Inkrafttreten des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) zum 25. Mal. Das Gesetz revolutionierte, wie Deutschland Ökostrom erzeugt und finanziert. Seine Wurzeln reichen bis zu einem kleinen Pilotprojekt in Aachen vor drei Jahrzehnten zurück.
Alles begann 1992, als der Aachener Stadtrat am 30. September das sogenannte Aachener Modell beschloss. Dieses lokale Förderprogramm ermöglichte privaten Erzeugern, bis zu 1.000 Kilowatt Solar- und Windenergie ins Stromnetz einzuspeisen. Der Solarförderverein Deutschland (SFV), unter der Leitung von Geschäftsführer Wolf von Fabeck, setzte sich für feste, kostendeckende Vergütungen für jede eingespeiste Kilowattstunde ein.
Doch der Widerstand ließ nicht lange auf sich warten. Der lokale Versorger Stawag sowie Landes- und Bundesbehörden lehnten das Vorhaben ab. Trotz der Kritik unterzeichnete Aachen im Juni 1995 den ersten Vertrag über garantierte Einspeisevergütungen. Bis Ende 1999 hatte die Stadt rund 125 kleine Dachanlagen mit einer Gesamtleistung von etwa 650 Kilowatt gefördert.
Der Erfolg des Modells auf kommunaler Ebene ebnete den Weg für die bundesweite Einführung. 2000 und 2004 wurde das EEG schließlich in deutsches Recht überführt und verwirklichte so von Fabeks Vision. Seine prägende Rolle bei der Gestaltung dieser Politik ist bis heute allgemein anerkannt.
Das 25-jährige Bestehen des EEG unterstreicht seinen nachhaltigen Einfluss auf die deutsche Energiewende. Was einst als lokales Experiment in Aachen begann, wurde zum Fundament eines der weltweit einflussreichsten Gesetze für grüne Energie. Bis heute prägt die Regelung, wie erneuerbare Energien in Deutschland integriert und finanziert werden.






