01 May 2026, 08:04

Willich plant höhere Elternbeiträge für Kinderbetreuung – Proteste wachsen

Plakat mit der Überschrift "Hohe Kosten der Kinderarbeit" auf blauem Hintergrund, weißer Schrift und weißem Rand, mit kreisförmigen Anordnungen von Gesichtern verschiedener Personen um die Überschrift.

Willich plant höhere Elternbeiträge für Kinderbetreuung – Proteste wachsen

Willich steht unter finanziellem Druck und sucht nach Wegen, die Kosten zu senken und gleichzeitig zusätzliche Einnahmen zu generieren. Eine der diskutierten Maßnahmen sieht vor, die Abgaben der Eltern für Kinderbetreuungsleistungen neu zu regeln. Die Pläne der Stadt haben bereits heftige Reaktionen bei Familien und lokalen Initiativen ausgelöst.

Der Haupt- und Finanzausschuss der Stadt hat die Verwaltung beauftragt, die Elternbeiträge für die Kinderbetreuung zu überprüfen. Eine überarbeitete Vorlage muss bis zum 28. April vorliegen. Im Mittelpunkt stehen dabei Anpassungen bei Geschwisterrabatten sowie eine Begrenzung der jährlichen Gebührenerhöhungen auf drei Prozent.

Aktuell gewährt Willich für die Betreuung im Offenen Ganztag einen vollständigen Geschwisterrabatt. Der neue Vorschlag sieht vor, diesen auf 60 oder 70 Prozent für das erste Geschwisterkind zu reduzieren. Nachbargemeinden wie Nettetal und Kempen erheben bereits in allen Betreuungsformen nur noch 50 Prozent für Geschwisterkinder.

Bürgermeister Christian Pakusch betonte, dass die Stadt die Geschwisterermäßigungen nicht komplett abschaffen wolle. Vielmehr sollen durch die Einschränkung der Befreiungen 500.000 Euro und durch die Deckelung der Gebührensteigerungen weitere 100.000 Euro eingespart werden. Die SPD-Fraktion hingegen schlägt für den Haushalt 2026 Einsparungen in Höhe von 115.000 Euro vor und lehnt es ab, Eltern und Kinder zusätzlich finanziell zu belasten.

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Der Jugendhilfe-Elternbeirat hat sich deutlich gegen die Pläne ausgesprochen. Die Vertreter lehnen sowohl die neuen Geschwistergebühren als auch die dynamischen Gebührenanpassungen ab. Auch viele Eltern in Willich zeigen sich verärgert über die geplanten Erhöhungen und den möglichen Wegfall von Rabatten. Die Debatte um die Kinderbetreuungskosten zieht sich bereits seit einiger Zeit hin, ohne dass es bisher zu einer Einigung gekommen wäre.

Die Stadtverwaltung wird nun die vorgeschlagenen Gebührenänderungen prüfen und bis Ende April eine Stellungnahme vorlegen. Falls die Anpassungen beschlossen werden, träten sie mit dem Haushalt 2026 in Kraft. Die Entscheidung wird maßgeblich darüber bestimmen, wie stark sich die Belastung für Eltern in Willich künftig erhöht.

Quelle