14 March 2026, 20:03

Willich schließt bis 2027 vier Kitas – Eltern im Norden besorgt über Betreuungslücken

Ein teilweise abgerissenes Gebäude inmitten einer Straße, mit einem Container auf der linken Seite, zerbrochenen Fenstern und herumliegendem Schutt, unter einem bewölkten Himmel.

Willich schließt bis 2027 vier Kitas – Eltern im Norden besorgt über Betreuungslücken

Bis 2027 wird Willich vier Kindertageseinrichtungen schließen oder verlegen – bedingt durch Haushaltskürzungen und sinkende Nachfrage. Die Stadtverwaltung hat bestätigt, dass das Gebäude des Alperhofs abgerissen und mehrere Einrichtungen schrittweise geschlossen werden, darunter St. Irmgardis sowie das von der AWO betriebene Blaue Haus. Eltern im Norden Willichs zeigen sich besorgt über die abnehmenden Betreuungsmöglichkeiten vor Ort, sobald die Änderungen greifen.

Die Kita Alperhof zieht nach dem Abriss des aktuellen Gebäudes in das generationenübergreifende Projekt Reinershof um. Gleichzeitig wird das Brückenprojekt Schatzkiste des DRK bis zum 31. Juli 2026 geschlossen. Die Stadt hat zudem beschlossen, die Einrichtung St. Irmgardis zum Ende des Kita-Jahres 2026/2027 zu schließen, während das Blaue Haus in Schiefbahn bis zum 31. Juli 2027 verlängerte Fördergelder erhält.

Die Villa Kunterbunt wird 2027 in das Gebäude von St. Irmgardis umziehen und dort erweiterte Angebote wie Mittagessen und Ganztagsbetreuung anbieten. Der Stadtrat wird die Pläne in einer Sitzung am 24. März endgültig beschließen. Trotz der Schließungen bleiben rund 90 freie Kita-Plätze verfügbar, da die Zahl der angemeldeten Kinder innerhalb von zwei Jahren von 614 auf 430 gesunken ist.

Stadt und Kirchenkreis werden die Gespräche fortsetzen, um den künftigen Bedarf an Kinderbetreuung zu decken. Bis 2029 rechnet Willich aufgrund rückläufiger Geburtenraten und veränderter Nachfrage mit einem Überschuss von 440 Kita-Plätzen.

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Die Schließungen und Verlegungen werden die Kinderbetreuung in Willich in den kommenden zwei Jahren neu gestalten. Während die Stadt versucht, Haushaltszwänge und vorhandene Kapazitäten in Einklang zu bringen, könnten Familien in den nördlichen Stadtteilen vor weniger Betreuungsangeboten vor Ort stehen. Die Verantwortlichen werden die Nachfrage weiter beobachten und die Pläne bei Bedarf anpassen.

Quelle