22 March 2026, 08:04

Willicher Eltern kämpfen um wohnortnahe Kitas nach Projektstreichungen

Plakat mit der Aufschrift 'Brauchen die Armen ihre Kinder's Hilfe?' mit Bildern.'

Willicher Eltern kämpfen um wohnortnahe Kitas nach Projektstreichungen

Eltern in Willich fordern vermehrt lokale Kita-Lösungen, nachdem zwei geplante Kindertagesstätten-Projekte gestrichen wurden. Die Kampagne "Kleine Füße, kurze Wege" macht nun auf den Bedarf an wohnortnaher Kinderbetreuung aufmerksam. Die Initiatoren haben zudem einen zweiten offenen Brief an Bürgermeister Pakusch geschickt, in dem sie Antworten zu längeren Fahrzeiten und dem Zugang zu frühkindlicher Bildung einfordern.

Die Zahl der in Willicher Kitas angemeldeten Kinder ist seit 2021 um etwa 12,5 Prozent gesunken. Damals besuchten rund 2.800 Kinder die Einrichtungen, doch bis 2025 wird mit einem Rückgang auf 2.450 gerechnet. Die Stadt führt dies auf sinkende Geburtenzahlen, die Zunahme von Homeoffice nach der Pandemie und den Anstieg privater Betreuungsangebote zurück.

Wegen Haushaltskürzungen und rückläufiger Anmeldungen wurden zwei geplante Kita-Neubauten abgesagt. Als einziges verbleibendes kommunales Projekt gilt das generationenübergreifende Zentrum in Reinershof, in das die Kita Alperof integriert werden soll. Doch die Beteiligung eines Investors wirft Fragen zur Finanzierung und der Rolle der Stadt auf.

Am 6. März hatten Elternvertreter – darunter Corinna Schulze – sowie der Förderverein der Kita Alperof Bürgermeister Pakusch geschrieben. Sie baten um einen Dialog zu nachhaltigen Betreuungslösungen, erhielten jedoch keine Antwort. Nun soll ein zweiter offener Brief Klarheit über die städtischen Angaben zu längeren Anfahrtswegen zu den Kitas bringen.

Die Kampagne betont, dass kürzere Wege den Stress für Familien verringern, die Planbarkeit verbessern und mehr Zeit für Betreuung und gemeinsame Momente schaffen. Zudem soll der Zugang zu frühkindlicher Bildung gesichert werden – besonders in den nördlichen und nordöstlichen Stadtteilen Willichs.

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Der Druck für wohnortnahe Kitas wächst, während Willich mit sinkenden Anmeldezahlen und gestrichenen Projekten konfrontiert ist. Eltern und Initiatoren fordern klarere Pläne für zugängliche, quartiersnahe Einrichtungen. Als nächsten Schritt streben sie einen offenen Austausch mit dem Bürgermeister an, um Bedenken zu klären und tragfähige Lösungen zu finden.

Quelle