01 May 2026, 04:03

Willichs Haushalt 2026: Einstimmig beschlossen, doch Streit um Kita-Gebühren und Wohnen

Plakat für den American Rescue Plan, das Text zeigt, der besagt, dass es die Kinderarmut in den USA halbieren würde, und eine Gruppe von Menschen, die seinen Einfluss darstellt.

Willichs Haushalt 2026: Einstimmig beschlossen, doch Streit um Kita-Gebühren und Wohnen

Der Stadtrat von Willich hat den Haushalt 2026 in Rekordzeit verabschiedet – alle Fraktionen stimmten einstimmig zu. Der neue Finanzplan tritt im Juli in Kraft, doch die Debatten über Kita-Gebühren und Wohnungspolitik offenbarten tiefe Gräben zwischen Bürgern und Politikern.

Obwohl der Haushalt ohne Gegenstimmen angenommen wurde, gab es Bedenken zur finanziellen Lage der Stadt. Die Fraktion der Grünen unterstützte den Plan, betonte jedoch, dass dringend Maßnahmen nötig seien, um die Haushaltslage Willichs zu stabilisieren. Die SPD hingegen befürwortete den Haushalt, forderte aber gleichzeitig strengere Konsolidierungsmaßnahmen – ohne Familien zusätzlich zu belasten.

Eltern in Willich reagierten verärgert auf die Änderungen bei den Betreuungskosten. Der Rat beschloss, die jährliche Anpassung der Kita-Gebühren dauerhaft von zwei auf drei Prozent zu erhöhen. Zudem hatte der Jugendhilfeausschuss zuvor sowohl diese Erhöhung als auch die Streichung der ermäßigten Geschwisterrabatte in Kindergärten abgelehnt. Trotz Protesten hielt der Rat an der Abschaffung der Geschwisterermäßigung fest.

Die SPD begrüßte zudem die Einführung des Bauturbos, der den Bau von bezahlbarem Wohnraum beschleunigen soll. Gleichzeitig kritisierte die Partei die Streichung des Zuschusses für das Deutschlandticket für anspruchsberechtigte Studierende. Bereits im Vorfeld hatte die SPD konkrete Einsparvorschläge unterbreitet, etwa bei nicht zwingend notwendigen Ausgaben und freiwilligen Leistungen, um die finanzielle Belastung zu verringern.

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Der Haushalt 2026 wird nun umgesetzt, wobei die zentralen Änderungen im Juli in Kraft treten. Die Kita-Gebühren steigen, Wohnungsbauprojekte werden beschleunigt, und bestimmte Vergünstigungen für Studierende im Nahverkehr entfallen. Die zügige Verabschiedung durch den Rat steht im Kontrast zu anhaltenden Sorgen der Eltern und Forderungen nach grundlegenderen Finanzreformen.

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