06 March 2026, 08:03

"Wir werden gesehen": Essen kämpft für Kinder aus Suchtfamilien

Ein Plakat mit der Aufschrift "Müssen die Armen ihre Kinder um Hilfe bitten?" mit begleitenden Bildern.

"Wir werden gesehen": Essen kämpft für Kinder aus Suchtfamilien

Essen beteiligte sich an der bundesweiten Aktionswoche "Kinder aus Suchtfamilien" vom 22. bis 28. Februar 2026

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Die Veranstaltung setzte sich zum Ziel, die Schwierigkeiten von Kindern in den Fokus zu rücken, die in familien mit Suchtproblemen aufwachsen. Unter dem Motto "WIR WERDEN GESEHEN" forderten die Organisatoren mehr Sichtbarkeit in Medien, Politik und lokalen Gemeinschaften in ganz Deutschland.

Die Stadt bot ein vielfältiges Programm für Kinder, Jugendliche, Eltern und Fachkräfte an. Dazu zählte eine Online-Fortbildung für Schulpersonal, veranstaltet vom Schulpsychologischen Beratungsdienst Essen. Die Essener Zentralbibliothek zeigte zudem ein Bilderbuchkino, bot Bastelworkshops an und präsentierte thematische Buchausstellungen für jüngere Besucher:innen.

Lokale Organisationen spielten eine zentrale Rolle bei der Aufklärung. Der Essener Ortsverband des Deutschen Kinderschutzbundes und das Landesfachzentrum für Frauen und Familien veranstalteten Informationsveranstaltungen und interaktive Aktionen. Das Fachzentrum ElsE für Elternschaft und psychische Erkrankungen stellte seine Arbeit auf einer bundesweiten Fachtagung vor, die von NACOA in Berlin organisiert wurde.

Den Abschluss der Woche bildete die Vorführung des Films "22 Bahnen" im Filmkunsttheater. Die Themen des Films trafen bei vielen Kindern aus suchtbelasteten Familien auf große Resonanz und unterstrichen die Botschaft der Woche: Unterstützung und Anerkennung.

In Deutschland wächst etwa jedes fünfte bis sechste Kind mit einem suchtkranken Elternteil auf. Viele erleben Vernachlässigung, Gewalt oder langfristige seelische Schäden. Die Aktionswoche in Essen bot Betroffenen kindergeld, Aufklärung und Sichtbarkeit, um diesen Herausforderungen zu begegnen.

Quelle