27 March 2026, 06:04

Wuppertal ehrt Gustav Brück – NS-Widerständler und Wiederaufbauer der jüdischen Gemeinde

Buch "Deutsches Kolonial-Feitung" vom 11/1940 mit Adolf Hitlers Bild auf dem Cover, gehalten von einer Person umgeben von anderen mit Mützen.

Wuppertal ehrt Gustav Brück – NS-Widerständler und Wiederaufbauer der jüdischen Gemeinde

Veranstaltung in Wuppertal ehrt Gustav Brück – jüdischen Juristen, NS-Widerständler und Wiederaufbauer der jüdischen Gemeinde

Eine Abendveranstaltung in Wuppertal würdigt Gustav Brück, einen jüdischen Juristen, der sich dem NS-Regime widersetzte und später maßgeblich am Wiederaufbau der jüdischen Gemeinde der Stadt mitwirkte. Organisiert vom Landgericht Wuppertal und der Alten Synagoge Wuppertal, steht der Abend ganz im Zeichen seines Lebens und Wirkens. Eine Anmeldung für die Veranstaltung am 21. Juni ist bis zum 19. Juni 2022 möglich.

Unter dem Titel "Der demokratische Volksstaat ist in Gefahr! – Der jüdische Jurist Gustav Brück (1877–1956)" beginnt die Veranstaltung um 19:00 Uhr im historischen Schwurgerichtssaal des Landgerichts Wuppertal. Dr. Ulrike Schrader hält einen Vortrag über Brücks Engagement, während der Schauspieler Gregor Henze aus historischen Dokumenten lesen wird.

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Brück leitete von 1926 an als Vorsitzender die jüdische Gemeinde Elberfelds – bis die Nationalsozialisten sie gewaltsam auflösten. Während der NS-Zeit arbeitete er als Konsulent und verteidigte jüdische Bürger in Rechtsstreitigkeiten. Nach 1945 gehörte er zu den zentralen Figuren, die gemeinsam mit den wenigen Überlebenden die jüdische Gemeinde Wuppertals wiederaufbauten.

Die Veranstaltung ist Teil des Projekts "1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland – 200 Jahre in Wuppertal" einer Arbeitsgruppe, die sich zudem für ein dauerhaftes Gedenken an Gustav Brück einsetzt.

Interessierte werden gebeten, sich bis zum 19. Juni per E-Mail unter [email protected] anzumelden. Der Abend beleuchtet Brücks juristischen Widerstand gegen die NS-Diktatur sowie sein Nachkriegswirken für die Wiederbelebung jüdischen Lebens in Wuppertal. Die Veranstaltung reiht sich ein in zahlreiche Initiativen, die das Gedenken an die jüdische Geschichte der Region bewahren.

Quelle