Zoll findet verbotenes Wärmebildzielgerät in BMW-Transporter auf der A44
Leon FischerZoll findet verbotenes Wärmebildzielgerät in BMW-Transporter auf der A44
Zollbeamte haben bei einer Routinekontrolle auf der Autobahn A44 ein Wärmebildzielgerät für Gewehre beschlagnahmt. Das Gerät, das nach deutschem Recht als Waffe eingestuft wird, war in einem auf Rumänien zugelassenen Transporter versteckt. Zwei Männer, die von Großbritannien nach Rumänien unterwegs waren, müssen nun mit strafrechtlichen Ermittlungen rechnen.
Die Entdeckung gelang, als Beamte einen Transporter mit Anhänger anhielten, der einen BMW X6 transportierte. In einem der Pakete fanden sie ein Wärmebildzielgerät mit integrierter Montageschiene, das für die Befestigung an einer Schusswaffe konzipiert ist. Solche Geräte sind nach dem deutschen Waffengesetz verboten.
Der 45-jährige Fahrer des Transporters und sein Beifahrer gaben an, für eine rumänische Spedition zu arbeiten. Neben dem Zielgerät stießen die Beamten auf weitere nicht deklarierte Waren. Der BMW X6, dessen Zollwert mit 4.000 Euro angegeben wurde, wies einen defekten Turbolader auf.
Beide Männer stehen im Verdacht, Steuern hinterzogen und gegen Waffenbestimmungen verstoßen zu haben. Sie beglichen rückständige Einfuhrabgaben in Höhe von etwa 3.250 Euro und hinterlegten eine Kaution von 4.000 Euro, bevor sie ihre Reise fortsetzen durften. Das Wärmebildzielgerät wurde als verbotenes Gut eingezogen.
Die Staatsanwaltschaft Arnsberg hat weitere Ermittlungen durch die Zollbehörden angeordnet.
Der Fall bleibt Gegenstand aktiver Untersuchungen, wobei die Behörden mögliche Verstöße gegen Waffen- und Steuergesetze prüfen. Das beschlagnahmte Zielgerät verbleibt bis zum Abschluss des Verfahrens in Verwahrung. Die Männer konnten ihre Fahrt erst nach Begleichung der finanziellen Verpflichtungen und Hinterlegung der Sicherheit fortsetzen.






