30 June 2026, 12:04

Autohersteller kämpfen um knappe Ro-Ro-Schiffskapazitäten für ihre Exporte

Ro-ro-Kapazitätsengpass bedeutet, dass Automobilhersteller nach Containern suchen

Autohersteller kämpfen um knappe Ro-Ro-Schiffskapazitäten für ihre Exporte

Weltweiter Mangel an Ro-Ro-Schiffskapazitäten stellt Autohersteller vor große Herausforderungen

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Die starke Nachfrage nach Fahrzeugexporten – insbesondere nach elektrischen Modellen aus China – übersteigt das verfügbare Frachtraumangebot bei Weitem. Ursache des Problems ist, dass während der Pandemie stillgelegte oder verschrottete Schiffe nie ersetzt wurden.

Aufgrund der Knappheit suchen Autokonzern nach alternativen Lösungen. Einige sind bereit, Strafzahlungen für nicht eingehaltene Frachtvolumina in Kauf zu nehmen. Andere investieren in eigene Schiffe oder gehen Joint Ventures mit Logistikunternehmen ein, um sich Kapazitäten zu sichern.

Da die Containerfrachtraten sinken, wird der Seetransport in Standardcontainern zunehmend attraktiver. Unternehmen wie CFR Rinkens prüfen bereits Aufträge für neue Container-Stausysteme, um dem Run auf die knappen Kapazitäten gerecht zu werden. Selbst mit den für 2023 erwarteten Neubauten von Ro-Ro-Schiffen wird die Nachfrage nach Fahrzeugtransporten aus China das Angebot jedoch weiter übersteigen.

Die angespannte Lage treibt zudem die Kosten für Ro-Ro- und Con-Ro-Schiffe in die Höhe. Hinzu kommen strengere Vorschriften für den Transport von Elektrofahrzeugen nach jüngsten Unfällen, die das System zusätzlich belasten.

Eine Entspannung der Situation ist vorerst nicht in Sicht. Die Autohersteller reagieren, indem sie alternative Transportwege erschließen und in eigene Lösungen investieren. Der Markt bleibt angespannt – mit hohen Preisen und Restriktionen, die voraussichtlich noch länger bestehen werden.

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