19 June 2026, 00:02

Bayreuther Festspiele entschuldigen sich bei Michel Friedman nach Antisemitismus-Vorwürfen

Wer schreit am lautesten 'Antisemitismus'?

Bayreuther Festspiele entschuldigen sich bei Michel Friedman nach Antisemitismus-Vorwürfen

Die Bayreuther Festspiele haben sich bei Michel Friedman entschuldigt, nachdem Berichte behauptet hatten, er sei von einer Veranstaltung ausgeladen worden. Das Festival erklärte, die geplante Veranstaltung mit ihm werde nun wie vorgesehen stattfinden. Friedman hatte zuvor dem Festival Antisemitismus vorgeworfen, nachdem seine angebliche Absage bekannt geworden war.

Erste Meldungen der Süddeutschen Zeitung deuteten darauf hin, dass Friedman zunächst eingeladen und später wieder ausgeladen worden sei. Katharina Wagner hatte Sicherheitsbedenken als Grund für die Absage genannt. Christian Thielemann präzisierte später, dass Gespräche über eine Veranstaltung mit Friedman zwar vor über einem Jahr geführt worden seien, es jedoch keine verbindliche Zusage gegeben habe.

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Die Festspiele setzen sich seit Langem mit dem Thema Antisemitismus in ihren Produktionen auseinander. Katharina Wagners eigene Inszenierung der Meistersinger behandelte die Thematik direkt. Die Institution hat sich zudem in Gedenkveranstaltungen und Symposien mit ihren Verbindungen zum Nationalsozialismus kritisch beschäftigt.

Jüdische Dirigenten wie Daniel Barenboim und Kirill Petrenko haben über die Jahre maßgeblich die musikalische Identität des Festivals geprägt. Die Bayreuther Festspiele bestätigten nun, dass die Veranstaltung mit Friedman stattfinden wird. Mit der Entschuldigung ist der akute Konflikt beigelegt. Das Festival bleibt weiterhin mit seinem komplexen historischen und kulturellen Erbe befasst.

Quelle