Bergisch Gladbach sichert Industrieflächen mit neuem Vorkaufsrecht für Saint-Gobain-Areal
Elias LehmannBergisch Gladbach sichert Industrieflächen mit neuem Vorkaufsrecht für Saint-Gobain-Areal
Die Stadtverwaltung von Bergisch Gladbach hat eine neue Verordnung vorgeschlagen, um Gewerbeflächen im Industriegebiet West zu sichern. Der Plan umfasst ein Vorkaufsrecht für ein 18,8 Hektar großes Areal, in dessen Zentrum das Gelände von Saint-Gobain Isover liegt. Bürgermeister Marcel Kreutz betonte die Bedeutung des Erhalts von Industrieflächen für die wirtschaftliche Zukunft der Stadt.
Die geplante Verordnung zielt auf das Industriegebiet West ab, wo Gewerbeflächen knapp sind. Sie würde der Stadt ermöglichen, das 11 Hektar große Saint-Gobain-Isover-Gelände bei Bedarf zu erwerben. Teile des Areals liegen derzeit brach oder sind nur unzureichend erschlossen und erfordern künftige Planungsschritte.
Das Gelände von Saint-Gobain Isover umfasst etwa die Hälfte des ehemaligen Zanders-Komplexes und liegt zentral in Bergisch Gladbach. Die Beschäftigtenzahl am Standort schwankte in den vergangenen Jahren stark: Sie sank von 220 auf 60 Mitarbeiter, bevor sie leicht auf 75 anstieg. Trotz dieser Entwicklungen erklärte das Unternehmen, es habe keine Verkaufsabsichten und investiere weiterhin in den Standort.
Mit dem Vorhaben will die Stadt Gewerbeflächen erhalten und Arbeitsplatzchancen stärken. Die Sicherung dieser Gebiete gilt als entscheidend für das langfristige Wirtschafts- und Beschäftigungswachstum in der Region.
Die geplante Verordnung würde Bergisch Gladbach die Kontrolle über wichtige Industrieflächen geben. Sie stellt sicher, dass die Stadt bei Bedarf eingreifen kann, um die gewerbliche Entwicklung zu schützen. Der Schritt soll die wirtschaftliche Stabilität und die Schaffung von Arbeitsplätzen langfristig fördern.






