01 July 2026, 00:03

CDU fordert Solinger Debatte über digitale Souveränität und Open-Source-Software

CDU fordert Open-Source-Überprüfung für Solinger Stadtverwaltung

CDU fordert Solinger Debatte über digitale Souveränität und Open-Source-Software

Die CDU-Fraktion im Solinger Stadtrat drängt auf eine Debatte über digitale Souveränität innerhalb der Stadtverwaltung. Sie hat eine Anfrage eingereicht, um die Nutzung proprietärer Software zu prüfen und eine mögliche Umstellung auf Open-Source-Alternativen zu erkunden.

In der Anfrage wird eine detaillierte Übersicht über den aktuellen Softwareeinsatz gefordert. Konkret soll der Anteil von Software-as-a-Service-Angeboten, Abo-Modellen und zeitlich befristeten Lizenzen dargestellt werden. Zudem möchte die Fraktion die wichtigsten proprietären Softwareprodukte und deren jährliche Kosten identifizieren.

Die CDU verweist auf die bundesweite Diskussion über die starke Abhängigkeit öffentlicher Verwaltungen von wenigen internationalen Softwareanbietern. Als Beispiel wird die vom Bund geplante Zahlung von 500 Millionen Euro an Microsoft im Jahr 2025 genannt, die diese Abhängigkeit verdeutliche.

Die Fraktion bezieht sich auf Schleswig-Holstein und München als Kommunen, die bereits eine Migration zu Open-Source-Lösungen planen. Gefragt wird, ob Solingen die Auffassung teilt, dass ein schrittweiser Übergang Abhängigkeiten verringern und die Interoperabilität verbessern könnte.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Anfrage zielt zudem auf Klarheit über die strategische Ausrichtung der Verwaltung ab. Es soll geklärt werden, ob es Pläne für eine schrittweise Umstellung auf Open-Source-Software gibt und welche Wege dafür infrage kommen.

Mit ihrer Initiative will die CDU eine breitere Diskussion über den Softwareeinsatz in Solingen anstoßen. Ziel ist es, konkrete Daten zur aktuellen Nutzung proprietärer Software zu erhalten und mögliche Schritte hin zu größerer digitaler Unabhängigkeit zu prüfen. Im Fokus steht dabei die Verringerung der Abhängigkeit von großen Anbietern bei gleichzeitiger Verbesserung der Systemkompatibilität.

Quelle