28 March 2026, 02:03

Circus SE kämpft mit Aktienkurs-Sturz trotz KI-Kochroboter und Militärdeals

Eine detaillierte industrielle Zeichnung, die eine große Maschine in der Mitte einer Fabrik zeigt, umgeben von verschiedenen Maschinen, Rohren, Möbeln, Fenstern und Deckenlampen, mit einer Tafel mit der Aufschrift "American Foundry Equipment Co, Indiana" darauf.

Circus SE kämpft mit Aktienkurs-Sturz trotz KI-Kochroboter und Militärdeals

Circus SE treibt Pläne voran, ehrgeizige Produktionsziele in echte Verkäufe umzumünzen

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Das Unternehmen, bekannt für seine mit KI ausgestatteten Kochroboter, hat kürzlich frisches Kapital eingesammelt und seine Finanzierungsmöglichkeiten ausgeweitet. Dennoch ist der Aktienkurs in diesem Jahr stark eingebrochen – ein Zeichen für die anhaltenden Herausforderungen.

Über eine Mini-Anleihe hat Circus rund 1,67 Millionen Euro aufgebracht, um die Robotikproduktion hochzufahren. Zudem startete das Unternehmen ein Programm für American Depositary Receipts (ADRs), um US-Investoren anzuziehen und die globale Sichtbarkeit zu erhöhen. Trotz dieser Schritte ist der Aktienkurs seit Januar um über 53 Prozent gefallen.

Die Produktionskapazitäten für große Stückzahlen sind bereits vorhanden: Der Auftragsfertiger Celestica stellt Kapazitäten für vierstellige Stückzahlen bereit und unterstützt damit die Unternehmensziele. Circus gibt an, einen theoretischen Auftragsbestand im Wert von 1,6 Milliarden Euro zu haben – konkrete Lieferzahlen für die geplanten 8.000 Roboter wurden jedoch nicht bestätigt.

Das Unternehmen testet seine autonomen Kochsysteme derzeit mit der Bundeswehr und hat einen Liefervertrag mit den Streitkräften der Ukraine abgeschlossen. Um die Marktpräsenz auszubauen, kooperiert Circus mit MMV Leasing, sodass Gastronomiebetriebe den CA-1-Roboter leasen statt kaufen können. Die Auslieferung des neuesten Modells der vierten Generation soll in den kommenden Wochen beginnen.

Die finanziellen Prognosen bleiben gemischt: Für 2025 erwartet Circus bei einem Umsatz von nur 250.000 Euro einen operativen Verlust von 15 Millionen Euro. Doch für 2026 sagt das Unternehmen einen deutlichen Umschwung voraus – mit prognostizierten Erlösen zwischen 44 und 55 Millionen Euro.

Circus SE strukturiert seine Finanzierung um, um die Auftragspipeline in Verkäufe zu verwandeln und gleichzeitig Investorensorgen zu zerstreuen. Die Militärverträge und Leasing-Partnerschaften könnten die Nachfrage ankurbeln. Doch ob die Umsatzziele erreicht werden, hängt davon ab, ob es gelingt, die Produktionskapazitäten in tatsächliche Lieferungen umzusetzen.

Quelle