03 April 2026, 08:03

Deutsche Tischtennis-Herren kämpfen in Zadar um verlorene Dominanz

Logo der Europäischen Tischtennis-Union (ETTU) für die Europameisterschaften der Mannschaften, mit einem blauen Kreis mit einem weißen Tischtennisschläger und einem weißen und blauen Rand, mit schwarzem Text darunter.

Deutsche Tischtennis-Herren kämpfen in Zadar um verlorene Dominanz

Deutsche Tischtennis-Herren starten mit gemischten Aussichten in die EM in Zadar

Die deutsche Herren-Nationalmannschaft im Tischtennis beginnt diese Woche in Zadar ihre Europameisterschaftskampagne. einst die dominierende Kraft in Europa, sieht sich das Team heute mit stärkerer Konkurrenz durch aufstrebende Nationen konfrontiert. Mit Weltranglistenplätzen 8, 14 und 15 werden die Spieler gegen ein leistungsstärkeres Teilnehmerfeld antreten müssen.

Zum Kader gehören erfahrene Größen wie Benedikt Duda (31), Dang Qiu (28) und Patrick Franziska (33). Ihre Leistungen werden unvermeidlich mit den Erfolgen der deutschen Goldenen Ära unter Timo Boll und Dimitrij Ovtcharov verglichen werden.

Deutschlands Tischtennis-Erbe als Maßstab Die Erfolgsgeschichte des deutschen Tischtennis ist beeindruckend: In den vergangenen 20 Jahren holte die Nationalmannschaft neun EM-Titel, erreichte sechs WM-Finals und gewann vier olympische Medaillen im Teamwettbewerb. Die Wände des Trainingszentrums zieren Fotos dieser Triumphe – darunter auch Bolls WM-Medaille von 2021.

Doch die Zeiten haben sich geändert. Sechs Nationen – Schweden, Deutschland, Frankreich, Russland, England und Österreich – haben mittlerweile Gold bei Europameisterschaften gewonnen, mit Schweden (17 Titel) an der Spitze. Die deutschen Herren, einst klare Favoriten, müssen sich heute härter kämpfen, um ganz oben mitzuspielen.

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Frauen-Team mit Talent und Wandel Auch die Damenmannschaft zeigt Potenzial: Annett Kaufmann sticht als Junioren-Weltmeisterin hervor, während Sabine Winter mit 32 Jahren ihr Spiel neu erfunden hat – mit einem Wechsel der Belagart und einer angepassten Spielweise. Trainiert wird das Team von Nationalcoach Tamara Boros, einer Kroatin, die 2003 als letzte Europäerin eine WM-Einzelmedaille gewann.

Zukunft des Sports im Wandel Über das Turnier hinaus steht der Tischtennissport vor Veränderungen: Das Internationale Olympische Komitee plant, die getrennten Teamwettbewerbe der Männer und Frauen bei Olympischen Spielen künftig durch ein gemischtes Teamformat zu ersetzen.

Die deutsche Mannschaft geht mit einer Mischung aus Erfahrung und neuen Herausforderungen in die EM. Die Ergebnisse in Zadar werden zeigen, ob sie ihren Platz unter Europas Elite behaupten kann. Gleichzeitig entwickelt sich der Sport weiter – die olympischen Teamwettbewerbe werden in den kommenden Jahren ein anderes Gesicht bekommen.

Quelle