Ehemaliges Finanzamt wird wieder zur Flüchtlingsunterkunft in der Goedelerstraße
Leon FischerEhemaliges Finanzamt wird wieder zur Flüchtlingsunterkunft in der Goedelerstraße
Ein ehemaliges Finanzamt in der Goedelerstraße wird derzeit als Unterkunft für Geflüchtete wiedereröffnet. Die Einrichtung nimmt am 1. Dezember ihren Betrieb auf. Das Gebäude diente bereits während der Migrationswelle 2016/2017 als Flüchtlingsunterkunft.
Die neue Unterkunft kann bei Bedarf bis zu 145 Menschen aufnehmen. Mit ihrer Eröffnung steigt die Gesamtkapazität der Stadt für Geflüchtete auf rund 1.330 Plätze. Dazu zählen Betten in Übergangsunterkünften, angemietete Handwerkerwohnungen sowie ein Hotel.
In diesem Jahr hat die Stadt bereits für etwa 800 Geflüchtete private Wohnungen organisiert. Bevorzugt werden weiterhin wohnungsähnliche Unterkünfte statt großer Gemeinschaftseinrichtungen oder provisorischer Lösungen. Dennoch betonte Sozialdezernent Jan Welzel, dass die Nutzung von Turnhallen für Geflüchtete derzeit nicht vollständig ausgeschlossen werden könne.
Die Behörden werden die Lage in der Ukraine und anderen Ländern weiterhin beobachten, um zu entscheiden, ob zusätzliche Unterkünfte benötigt werden. Die Wiedereröffnung der Einrichtung in der Goedelerstraße erhöht die Kapazitäten der städtischen Flüchtlingsunterbringung deutlich. Ziel ist es, stabile Lebensbedingungen zu schaffen, während gleichzeitig Notfalloptionen vorgehalten werden. Die Gesamtzahl der verfügbaren Plätze wird damit bald bei etwa 1.330 liegen.
