Essen beschleunigt Solarausbau mit tausenden neuen Freiflächen-Standorten
Lara LangEssen beschleunigt Solarausbau mit tausenden neuen Freiflächen-Standorten
Essen treibt den Ausbau von Freiflächen-Solaranlagen im Rahmen seiner Klimastrategie voran. Die Stadt will die im "Nachhaltigen Energie- und Klimaschutzaktionsplan" (SECAP) festgelegten Ziele erreichen, indem tausende geeignete Standorte identifiziert werden. Eine detaillierte Prüfung hat bereits potenzielle Flächen für großflächige Solaranlagen eingegrenzt.
Ein zentrales Vorhaben ist die geplante Solar-Carport-Anlage auf dem Parkplatz P10 der Messe Essen. Der Baubeginn ist für den Herbst 2026 vorgesehen – ein wichtiger Schritt für Essens Ausbaustrategie im Bereich erneuerbarer Energien.
Die Suche nach geeigneten Solarstandorten begann mit der Bewertung von 9.514 potenziellen Flächen. Bei dieser ersten Sichtung wurden 127.733 Teilflächen ermittelt, die später auf 29.840 geeignete Bereiche reduziert wurden. Nach weiterer Filterung blieben 3.130 besonders vielversprechende Grundstücke übrig – davon 2.617 im Besitz der Stadt und 513 in der Hand städtischer Beteiligungsgesellschaften.
Auf diesen ausgewählten Flächen könnte insgesamt eine Freiflächen-Solarkapazität von rund 538 Megawatt (MW) entstehen. Die Strategie steht im Einklang mit den deutschen Zielen für erneuerbare Energien gemäß dem Erneuerbare-Energien-Gesetz 2023 (EEG 2023). Auch die Stadtwerke Essen waren an der Ausgestaltung des Investitionsansatzes beteiligt.
Parallel fördert die Stadt seit Januar 2022 bereits die Installation von Dach-Solaranlagen auf privaten Gebäuden. Der geplante Solar-Carport auf dem Parkplatz P10 der Messe Essen wird eine Fläche von etwa 19 Hektar umfassen. Rund 25.000 Solarmodule sollen dort installiert werden und etwa 11 Megawatt Peak (MWp) Leistung erzeugen.
Der Ausbau von Freiflächen-Solaranlagen in Essen schreitet mit tausenden identifizierten Standorten voran. Allein der P10-Solar-Carport wird nach seiner Fertigstellung 2026 die Kapazitäten deutlich erhöhen. Gemeinsam sollen diese Projekte die erneuerbare Energieinfrastruktur der Stadt stärken – im Einklang mit nationalen und lokalen Klimazielen.






