Essen kämpft allein um Olympische Spiele – Bürger entscheiden am 19. April
Ella BeckerEssen kämpft allein um Olympische Spiele – Bürger entscheiden am 19. April
Essen treibt seine Bewerbung um die Austragung der Olympischen Spiele voran – bereits vier mögliche Austragungsorte sind identifiziert. Die Kampagne der Stadt gewann kürzlich an Sichtbarkeit, als Verantwortliche während eines Handballspiels die Pläne den Fans präsentierten. Eine öffentliche Abstimmung über das Vorhaben ist für den 19. April angesetzt.
Vor dem Heimspiel zwischen TUSEM Essen und der VfL Eintracht Hagen nutzten Stadtvertreter die Gelegenheit, um die Olympische Bewerbung zu bewerben. Oberbürgermeister Thomas Kufen sprach gemeinsam mit Volker Lauer und Jonathan Abbenhaus zu den Anhängern über die ehrgeizigen Pläne der Stadt. Sie erläuterten, wie die Spiele den lokalen Sport fördern, die Infrastruktur verbessern und die Gemeinschaft stärken könnten.
Die Bewerbung umfasst vier zentrale Standorte: das Stadion an der Hafenstraße, die Grugahalle, die Messe Essen sowie das Welterbe Zollverein. Anders als andere deutsche Städte verfolgt Essen eine eigenständige Kandidatur und beteiligt sich nicht an einem regionalen Verbund. Derzeit haben keine weiteren einzelnen deutschen Städte offizielle Bewerbungen für die Spiele 2036, 2040 oder 2044 eingereicht. Einziger Konkurrent ist die Rhein-Ruhr-Region, wo 17 Städte – darunter Dortmund und Bochum – an einer gemeinsamen Bewerbung arbeiten.
Die Bürgerinnen und Bürger Essens können in dem anstehenden Referendum über die Olympischen Pläne ihrer Stadt abstimmen. Bei einer Zustimmung könnte die Bewerbung das sportliche und städtische Gesicht Essens prägen. Das Ergebnis wird auch zeigen, ob Essen allein antritt oder sich der Konkurrenz aus der größeren Rhein-Ruhr-Region stellen muss.






