Friedliche Kurdistan-Demo in Düren endet mit zwei Ermittlungsverfahren

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Eine Gruppe von Menschen, die eine Straße entlangmarschieren und Schilder und Banner tragen, mit einem Gebäude mit Fenstern im Hintergrund.Admin User

Friedliche Kurdistan-Demo in Düren endet mit zwei Ermittlungsverfahren

Friedensdemo unter dem Motto "Freiheit für Kurdistan" in Düren – zwei Ermittlungsverfahren eingeleitet

Am 28. Januar 2026 fand in Düren eine friedliche Kundgebung unter dem Motto "Freiheit für Kurdistan" statt. Rund 700 Demonstrantinnen und Demonstranten versammelten sich am Kaiserplatz, bevor sie durch die Innenstadt zogen. Obwohl die Veranstaltung weitgehend ruhig verlief, leitete die Polizei im Nachgang zwei separate Strafverfahren in Zusammenhang mit der Demonstration ein.

Organisiert wurde die Kundgebung vom Kurdischen Kulturverein Düren. Der Protest verlief ohne größere Störungen; die Teilnehmenden durchquerten unter den Augen der Polizei die Innenstadt, die für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und die Wahrung der Versammlungsfreiheit sorgte. Durch eine sichtbare Präsenz der Beamten sollte möglichen Ausschreitungen vorgebeugt werden.

Trotz des friedlichen Charakters der Demonstration wurden zwei Ermittlungsverfahren eingeleitet: Ein Fall betrifft den Vorwurf der Beleidigung, der andere einen versuchten Angriff. Nähere Details zu den Vorfällen wurden bisher nicht bekannt gegeben.

Die Kundgebung fiel in eine Phase politischer Umbrüche in Nordsyrien. Nur drei Tage später, am 31. Januar 2026, einigte sich die von der Hay'at Tahrir al-Sham (HTS) unterstützte syrische Übergangsregierung mit der kurdisch geführten Selbstverwaltung Nord- und Ostsyriens bzw. den Syrischen Demokratischen Kräften (SDF) auf ein historisches Abkommen. Dieses sieht eine dauerhafte Waffenruhe vor, integriert SDF-Einheiten in die syrische Armee und garantiert den Erhalt kurdischer Rechte und Institutionen. Die Vereinbarung folgte auf vorherige Auseinandersetzungen in Aleppo Anfang Januar und markiert einen Wendepunkt im regionalen Konflikt – zugleich bedeutet sie jedoch eine Einschränkung der Autonomie Rojavas, da sich kurdische Gruppen nun stärker an den Zentralstaat binden. Die Einigung erfolgte unter Beteiligung der USA und Frankreichs, während ähnlich gelagerte Proteste in deutschen Städten wie Bonn, Hannover und Stuttgart stattfanden.

Die Demonstration in Düren endete ohne schwerwiegende Zwischenfälle, doch die beiden Ermittlungsverfahren laufen weiterhin. Unterdessen haben die politischen Entwicklungen in Syrien die Zukunft der Region neu geformt: Kurdische Kräfte sind nun in die nationale Militärstruktur eingebunden. Die Lage bleibt ein zentrales Thema für Demonstrantinnen und Demonstranten in ganz Deutschland.