Gasunie-Konsortium plant grenzüberschreitendes CO₂-Transportnetz für Europas Klimaziele
Ella BeckerGasunie-Konsortium plant grenzüberschreitendes CO₂-Transportnetz für Europas Klimaziele
Gasunie und ein Konsortium von Energieunternehmen haben eine Absichtserklärung zur Entwicklung eines grenzüberschreitenden CO₂-Transportnetzes unterzeichnet. Die Vereinbarung wurde während eines Besuchs des niederländischen Königs Willem-Alexander und des deutschen Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier bekannt gegeben. Ziel ist es, die industriellen Dekarbonisierungsbemühungen in ganz Europa voranzutreiben.
Zu dem Konsortium gehören Gasunie, EBN, Eni, OGE, Shell und TotalEnergies. Ihre Zusammenarbeit konzentriert sich auf den Delta-Rhein-Korridor, der Industriegebiete in Nordrhein-Westfalen mit Speicherstätten in der niederländischen Nordsee verbinden soll.
Die Initiative knüpft an das Porthos-CCS-Projekt in den Niederlanden an, das gefangenes CO₂ in erschöpfte Gasfelder der Nordsee transportieren und lagern wird. Das neue Netzwerk soll den Zugang zu Offshore-Speichern ausbauen und groß angelegte Lösungen für das Kohlenstoffmanagement unterstützen.
Die Vereinbarung wird voraussichtlich eine Schlüsselrolle beim Ausbau der Infrastruktur für die Abscheidung und Speicherung von CO₂ (CCS) in Nordwesteuropa spielen. Gleichzeitig stärkt sie die grenzüberschreitende Zusammenarbeit beider Länder bei der industriellen Dekarbonisierung.
Die Absichtserklärung markiert einen Fortschritt hin zu einem europäischen CO₂-Transport- und Speichernetz. Sie wird Unternehmen in beiden Ländern den Zugang zu essenziellen Kohlenstoffmanagement-Lösungen ermöglichen. Das Projekt unterstreicht die wachsende Bedeutung grenzüberschreitender Infrastruktur für die Klimaziele.






