Grenzübergang Marienborn: Zeitzeuge berichtet in Wesel über seine DDR-Flucht 1988
Ella BeckerGrenzübergang Marienborn: Zeitzeuge berichtet in Wesel über seine DDR-Flucht 1988
Öffentlicher Vortrag über den Grenzübergang Marienborn in Wesel
Nächsten Monat findet in Wesel ein kostenloser öffentlicher Vortrag zum Grenzübergang Marienborn statt. Die Veranstaltung mit dem Titel "Die Grenze und das Sperrgebiet der DDR: Der Fall des Grenzübergangs Marienborn" bietet einen authentischen Erfahrungsbericht einer Person, die die streng bewachte Anlage 1988 durchquert hat. Interessierte können ohne Voranmeldung am Dienstag, dem 7. Oktober, von 18:00 bis 19:30 Uhr teilnehmen.
Der Grenzübergang Marienborn war während des Kalten Krieges der größte und modernste Kontrollpunkt zwischen Ost- und Westdeutschland. An der Autobahn A2 bei Helmstedt gelegen, wurden hier täglich bis zu 40.000 Fahrzeuge abgefertigt. Die Anlage umfasste eine 20 Meter breite Patrouillenstraße, Doppeltzäune mit 30 Meter hohen Wachtürmen, Panzersperrgräben und hochtechnisierte Kontrollgebäude. Kleinere Übergänge wie Checkpoint Alpha oder die innerstädtischen Kontrollpunkte in Berlin verfügten dagegen über deutlich einfachere Strukturen mit weniger Spuren und grundlegenden Barrieren.
Hauptredner des Abends ist Ronald Schreyer, der die Grenze 1988 gleich zweimal erfolgreich überquerte. Seine persönlichen Erlebnisse stehen im Mittelpunkt der Diskussion. Der Vortrag findet im Hörsaal der Volkshochschule (VHS) Wesel statt – Eintritt und Anmeldung sind nicht erforderlich.
Für weitere Informationen empfehlen die Veranstalter, unter der Nummer 0281-203 2590 anzurufen oder die Website *www.vhs-wesel.de* zu besuchen.
Die Veranstaltung bietet eine seltene Gelegenheit, aus erster Hand vom Leben an der innerdeutschen Grenze und ihren Gefahren zu hören. Der 90-minütige Vortrag in der VHS Wesel steht allen offen – eine vorherige Anmeldung ist nicht nötig.






