21 April 2026, 02:02

Großübung am Schulzentrum Vogelsang testet Katastrophenmanagement bei Chemieunfall

Metallischer Verbandkasten mit der Aufschrift "Verbandkasten für Gasopfer" vor schwarzem Hintergrund.

Großübung am Schulzentrum Vogelsang testet Katastrophenmanagement bei Chemieunfall

Großübung am Schulzentrum Vogelsang: Einsatzkräfte testen Katastrophenmanagement bei Chemieunfall

Diese Woche fand am Schulzentrum Vogelsang eine großangelegte Notfallübung statt. Das Szenario simulierte einen chemischen Unfall mit rund 30 betroffenen Schülern, der eine Massenanfall von Verletzten (MANV) auslöste. Mehrere Hilfsorganisationen und Feuerwehrverbände arbeiteten Hand in Hand, um ihre Einsatzbereitschaft und Koordination zu überprüfen.

Die Übung begann mit der Ausrufung eines MANV aufgrund der hohen Zahl an simulierten Verletzungen. Insgesamt 88 Einsatzkräfte rückten aus, um die betroffenen Schüler zu versorgen. Systematisch wurde eine Triage durchgeführt, und die Patienten wurden organisiert in nahegelegene Krankenhäuser verlegt.

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Im Rahmen der Übung wurde eine Behandlungsstelle 50 (BHP-50) eingerichtet, die mindestens 50 Patienten pro Stunde versorgen kann. Das BHP-50-System des Landes Nordrhein-Westfalen arbeitete autark und war für vier bis acht Stunden selbstversorgend. Dadurch konnten sich die Einsatzkräfte ganz auf die Patientenversorgung konzentrieren, ohne auf externe Unterstützung angewiesen zu sein.

Beteiligt waren unter anderem das Deutsche Rote Kreuz (DRK), der Malteser Hilfsdienst, die Johanniter-Unfall-Hilfe sowie die Arbeiter-Samariter-Bund (ASB). Auch Feuerwehr und Rettungsdienste spielten eine zentrale Rolle bei der Bewältigung des simulierten Vorfalls. Ziel der Übung war es, Notfallabläufe zu optimieren, Kommunikationswege zu testen und die Zusammenarbeit zwischen den Behörden und Organisationen zu stärken.

Die Organisatoren lobten im Nachgang die zielgerichtete und effiziente Abstimmung aller Beteiligten. Die Übung lieferte wertvolle Erkenntnisse, um Einsatzstrategien für künftige reale Großschadenslagen zu verbessern.

Die Simulation zeigte, dass die Region auf einen großflächigen Chemieunfall gut vorbereitet ist. Die Einsatzkräfte demonstrierten dabei Teamfähigkeit, klare Kommunikation und professionelles Patientenmanagement. Die gewonnenen Erfahrungen fließen nun in die Weiterentwicklung der Einsatzpläne für ähnliche Notfälle ein.

Quelle