21 April 2026, 10:04

Tarifstreit im Solinger Krankenhaus: SPD und BfS setzen ver.di Ultimatum bis Oktober

Plakat mit zwei Personen vor einem Berg- und Baumhintergrund, mit dem Text "Was unser freier Handel bedeutet - britischer Granitarbeiter - Die Fair-Wage-Klausel ist in Ordnung, aber ich will Arbeit."

Tarifstreit im Solinger Krankenhaus: SPD und BfS setzen ver.di Ultimatum bis Oktober

Verhandlungen über Arbeitsbedingungen im Solinger Krankenhaus erreichen kritischen Punkt

Sowohl die SPD-Ratsfraktion als auch das Bündnis für Solingen (BfS) drängen auf eine zügige Einigung mit der Gewerkschaft ver.di in den Verhandlungen über die Arbeitsbedingungen im Solinger Krankenhaus. Sollte es bis Oktober keine Fortschritte bei Löhnen und Renten geben, droht der politische Streit um die Zukunft des Krankenhauses weiter zu eskalieren.

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Der Fraktionsvorsitzende der SPD, Ernst Lauterjung, hat den 1. Oktober als Frist für einen neuen Tarifvertrag gesetzt. Seine Partei argumentiert, dass die finanzielle Belastung im Krankenhaussektor eine Ausgliederung von Dienstleistungen rechtfertige. Allerdings räumt der SPD-Abgeordnete Horst Koss ein, dass jede Vereinbarung einen ordentlichen Vertrag mit einer DGB-nahen Gewerkschaft beinhalten müsse.

Das BfS kritisiert die geplante Ausgliederung scharf als "Fehlentscheidung" und verweist auf sinkende Löhne sowie ungleiche Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten. Die Forderungen der Bürgerinitiative umfassen faire Bezahlung, sichere Altersvorsorge und verlässliche Arbeitszeiten für die Mitarbeiter des Dienstleistungsunternehmens. In einem Punkt sind sich SPD und BfS einig: Die Bedingungen für diese Beschäftigten müssen sich verbessern.

Ein zentraler Streitpunkt bleibt die ungelöste Frage der betrieblichen Altersvorsorge. Ohne eine Lösung drohen die Spannungen zwischen den Ratsfraktionen und der Gewerkschaft weiter zuzunehmen.

Die SPD schließt eine Rücknahme der Ausgliederung wegen der angespannten Haushaltslage aus. Gleichzeitig setzt sich das BfS weiterhin für bessere Konditionen für das Servicepersonal ein. Scheitern die Verhandlungen bis zum Oktober-Ultimatum, könnte der Konflikt um die Krankenhausführung weiter an Schärfe gewinnen.

Quelle