18 March 2026, 18:03

Hagener Apotheken schließen für bundesweiten Protest gegen leere Reformversprechen

Eine Gruppe von Menschen mit Protestschildern vor einem Gebäude, mit zwei Personen im Vordergrund und einem Müllcontainer auf der rechten Seite, vor dem Hintergrund beleuchteter Gebäude in Deutschland.

Hagener Apotheken schließen für bundesweiten Protest gegen leere Reformversprechen

Am 23. März 2024 werden alle 27 Apotheken in Hagen ihre Türen schließen – als Teil eines bundesweiten Protests. Mitarbeiter aus sämtlichen Standorten versammeln sich in Düsseldorf, um von Gesundheitsministerin Nina Warken konkrete Taten zu fordern. Bei der Kundgebung geht es darum, längst versprochene, aber noch nicht umgesetzte Reformen voranzutreiben.

Der Protest ist das Ergebnis monatelanger Frustration unter den Apothekeninhabern. Sie werfen den Vertretern der Krankenkassen vor, bei den geplanten Reformen mit zweierlei Maß zu messen. Anders als bei früheren Demonstrationen richtet sich diese Aktion nicht gegen neue Vorschriften, sondern für die Umsetzung bereits beschlossener Änderungen.

Zu den zentralen Forderungen gehören eine fairere Vergütung sowie eine höhere Pauschale pro abgegebener Packung. Zudem streben die Apotheker an, überfällige Lohnerhöhungen durch Verhandlungen statt durch weitere Streiks durchzusetzen. Dr. Christian Fehske, Inhaber der Rathaus-Apotheke, versicherte Kunden, dass die Arzneimittelversorgung nicht beeinträchtigt werde.

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Während die meisten Apotheken in Hagen geschlossen bleiben, wird die Victoria-Apotheke in Wehringhausen für Notfälle geöffnet sein. Der Protest ist Teil einer größeren Bewegung: Für den 23. März 2026 ist ein bundesweiter Komplettstillstand geplant. In Großstädten wie Berlin, München, Hannover und Düsseldorf sollen dann zentrale Kundgebungen stattfinden.

Bereits bei einer regionalen Demonstration im November 2023 hatten sich 3.500 Apotheker aus Brandenburg, Dresden, Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt beteiligt. Diesmal geht es darum, Geschlossenheit zu zeigen und Ministerin Warken zum Einhalten ihrer Zusagen zu drängen.

Der eintägige Streik soll die Solidarität der Hagener Apotheken mit Kollegen in ganz Deutschland demonstrieren. Werden die Forderungen erfüllt, könnten künftige Arbeitsniederlegungen vermieden werden. Bis dahin wartet die Branche darauf, ob die Politik auf ihren Appell reagiert.

Quelle