KI weckt Tote auf: "Staying Alive" polarisiert mit digitalen Musiklegenden
Elias LehmannKI weckt Tote auf: "Staying Alive" polarisiert mit digitalen Musiklegenden
Umstrittene neue TV-Show: "Staying Alive – Stars singen mit Legenden" feiert am 25. April 2023 Premiere
Die Sendung setzt auf KI, um verstorbene Musikikonen virtuell wiederzubeleben und sie mit lebenden Künstlern zu Duetten zusammenzubringen. Kritiker bezeichnen das Konzept bereits als befremdlich – besonders im Fall von Amy Winehouse.
Produziert wird die Show von Endemol Shine, das zunächst Stimmdoubles für die verstorbenen Sänger einsetzte, bevor deren Auftritte mit KI verfeinert wurden. Die Technologie verändert auch die Gesichter der Künstler, um sie lebensechter wirken zu lassen. Zu den Höhepunkten zählen Elvis Presley, der "Daylight in Your Eyes" mit No Angels singt, ein Duett von Álvaro Soler mit Whitney Houston sowie Samu Haber an der Seite von Freddie Mercury.
Besonders umstritten ist der Auftritt des deutschen Popstars Sasha, der mit einer digitalen Version von Amy Winehouse auf der Bühne steht. Winehouses Management war in der Vergangenheit bereits in die Kritik geraten, weil es die Sängerin vor ihrem Tod überfordert haben soll – ihre späteren Auftritte zeigten oft sichtbare Anzeichen von Erschöpfung.
Die Show startet zu einer Zeit, in der der Sender ProSiebenSat.1 versucht, sinkende Einschaltquoten zu stabilisieren. 2022 kündigte die Mediengruppe massive Einsparungen an, darunter den Abbau von über 400 Stellen. Eine Woche nach der Premiere folgt eine zweite Folge von "Staying Alive".
Die Nutzung von KI, um verstorbene Künstler "wiederzubeleben", hat eine Debatte über Ethik und Geschmack ausgelöst. ProSieben hofft, dass das spektakuläre Format Zuschauer anzieht und die schwächelnden Quoten rettet. Die erste Folge läuft am 25. April, die nächste folgt kurz darauf.






