Kplus Gruppe beantragt Schutzschirmverfahren zur Abwendung der Insolvenz
Elias LehmannKplus Gruppe beantragt Schutzschirmverfahren zur Abwendung der Insolvenz
Die Kplus Gruppe hat beim Amtsgericht Wuppertal ein Eigenverwaltungsverfahren zur Restrukturierung beantragt. Von dem Schritt betroffen sind ihre Krankenhäuser in Solingen, Hilden und Haan sowie die Holdinggesellschaft. Die Gruppe bleibt zwar zahlungsfähig, warnt jedoch vor einer drohenden Insolvenz, falls keine Maßnahmen ergriffen werden.
Der Antrag umfasst auch die Genesis GmbH, die für die zentrale Verpflegungsversorgung der Gruppe zuständig ist. Das Schutzschirmverfahren soll die Finanzen stabilisieren und bestehende Verträge überprüfen. Die Mitarbeiter wurden informiert; in den kommenden Wochen folgt ein detaillierter Plan.
Die Fachabteilungen in Solingen werden bis Anfang nächsten Jahres nach Haan und Hilden verlegt. Die medizinischen Leistungen werden an diesen beiden Standorten gebündelt. Das St.-Remigius-Krankenhaus, Senioreneinrichtungen, ambulante Praxen, Therapiezentren und das Katholische Bildungszentrum sind von den Änderungen nicht betroffen.
Als Insolvenzverwalter wurden die Experten Stefan Denkhaus und Friedemann Schade bestellt, die den Prozess begleiten.
Die Restrukturierung ermöglicht es der Kplus Gruppe, den Betrieb aufrechtzuerhalten und gleichzeitig die finanziellen Herausforderungen zu bewältigen. Durch die Zentralisierung von Dienstleistungen und die Überprüfung von Verträgen soll die Zukunft des Unternehmens gesichert werden. Ziel des Verfahrens ist es, eine Insolvenz noch in diesem Jahr abzuwenden.
