Massiver Einbruch bei Sparkasse Gelsenkirchen: Über 3.000 Schließfächer geknackt
Ella BeckerMassiver Einbruch bei Sparkasse Gelsenkirchen: Über 3.000 Schließfächer geknackt
Räuber brachen Ende Dezember über 3.000 Schließfächer bei der Sparkasse Gelsenkirchen-Buer auf
Unbekannte Diebe hebelten Ende Dezember fast alle der 3.250 Kundenschließfächer im Tresorraum der Filiale Gelsenkirchen-Buer der Sparkasse auf. Betroffene erhalten zwar Entschädigungen über Versicherungsansprüche, doch viele stehen vor finanziellen Einbußen.
Die ersten Auszahlungen an Geschädigte stammen aus Hausratversicherungen. Im Schnitt erhielten die Opfer jeweils etwas mehr als 22.000 Euro. Allerdings verfügen viele nicht über eine zusätzliche Absicherung für Schließfachverluste, sodass Lücken in der Erstattung bleiben.
Jedes Fach war bei der Sparkasse mit etwa 10.300 Euro versichert, doch weitere Entschädigungen mussten oft juristisch erstritten werden. Der Anwalt Daniel Kuhlmann erreichte für elf Mandanten insgesamt rund 250.000 Euro. Die Rechtsanwälte Ralf Bürger und Christian Dreier setzten für einen weiteren Geschädigten etwa 20.000 Euro durch.
Ausschlaggebend für die Ansprüche war eine lückenlose Dokumentation der eingelagerten Gegenstände. Ohne detaillierte Nachweise hatten viele Kunden Schwierigkeiten, ihre Verluste nachzuweisen. Zwei Klagen gegen die Sparkasse wurden inzwischen beim Landgericht Essen eingereicht, um weitere Erstattungen für die Betroffenen zu erwirken.
Der Einbruch bei der Sparkasse Gelsenkirchen-Buer hat Tausende Kunden zurückgelassen, die auf eine vollständige Entschädigung warten. Während einige bereits Zahlungen erhielten, kämpfen andere weiterhin um die Rückerstattung ihrer Verluste. Die Ergebnisse der laufenden Prozesse werden zeigen, wie viel die Opfer noch zurückerhalten.






