Mönchengladbach trotzt dem NRW-Trend: Wirtschaft wächst trotz regionaler Krisen
Lara LangMönchengladbach trotzt dem NRW-Trend: Wirtschaft wächst trotz regionaler Krisen
Wirtschaftsförderung Mönchengladbach (WFMG) legt Finanzbericht 2025 vor – lokale Wirtschaft wächst trotz regionaler Rückgänge
Die Wirtschaftsförderung Mönchengladbach (WFMG) hat ihren Finanzbericht für das Jahr 2025 veröffentlicht. Die Ergebnisse zeigen ein robustes lokales Wachstum, obwohl die umliegende Region wirtschaftliche Einbußen verzeichnete. Geschäftsführer Dr. Ulrich Schückhaus stellte die Zahlen gemeinsam mit führenden Kollegen vor.
Die Mönchengladbacher Wirtschaft bewies 2025 Widerstandsfähigkeit: Während im gesamten IHK-Bezirk und in Nordrhein-Westfalen (NRW) die Umsätze um 2,9 bzw. 2,5 Prozent zurückgingen, verzeichnete die lokale Industrie ein Plus von 2,9 Prozent. Besonders der Gesundheits- und Sozialsektor trieb die Jobentwicklung voran und schuf 394 neue Stellen, sodass die Branche nun 21.204 Beschäftigte zählt. Bis Mitte des Jahres erreichte die Stadt mit 105.796 sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen einen historischen Höchststand.
Auch die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Mönchengladbach sank um 7,5 Prozent – ein deutlicher Kontrast zum NRW-weiten Anstieg um 13,6 Prozent. Die WFMG spielte dabei eine zentrale Rolle: Sie begleitete 21 Unternehmensansiedlungen, förderte 11 Start-ups, unterstützte 14 Erweiterungen und stabilisierte sechs Betriebe. Durch diese Maßnahmen entstanden oder wurden 546 Arbeitsplätze gesichert.
Im Rahmen des Regionalen Wirtschaftsförderprogramms (RWP) förderte die WFMG elf Projekte, die Investitionen in Höhe von 10,9 Millionen Euro mobilisierten – darunter 3,5 Millionen Euro öffentliche Zuschüsse. Zudem verkaufte die Behörde 15.000 Quadratmeter Gewerbefläche und erzielte dabei Erlöse von über 2,7 Millionen Euro. Zu den bedeutenden Transaktionen zählten 5.438 Quadratmeter im Gewerbegebiet Käthe-Höffkes-Straße sowie 6.150 Quadratmeter im Northpark Business Park.
Dr. Schückhaus, der die WFMG seit 27 Jahren leitet, wird am 30. Juni 2026 in den Ruhestand treten. Sein Ausscheiden markiert das Ende einer Ära für die Organisation.
Der Bericht 2025 unterstreicht die wirtschaftliche Stärke Mönchengladbachs angesichts übergeordneter regionaler Herausforderungen. Die Initiativen der WFMG haben Investitionen gefördert, Insolvenzen reduziert und die Beschäftigung ausgeweitet. Nach dem Rückzug von Dr. Schückhaus im kommenden Jahr wird die Arbeit der Behörde unter neuer Führung fortgesetzt.






